RuhrKunstMuseen

Wir sind startklar #04 …als ein starkes Netzwerk

Das Netzwerk


Die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 war Anlass für die zwanzig Kunstmuseen der Metropole Ruhr sich zum Netzwerk der RuhrKunstMuseen zusammenzuschließen. Mittlerweile gehören 21 Museen in sechzehn Städten dem Verbund an. Jedes Haus hat sein eigenes Profil, gemeinsam ergänzen sie sich. In ungewöhnlichen Bauwerken, in Brauereien, umgebauten Fertigungs- und Lagerhallen, Bunkern, Schlössern oder spektakulären Museumsneubauten zeigen sie auf über 45.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche die verschiedensten Sammlungen und Sonderschauen. Die RuhrKunstMuseen stehen mit ihren Sammlungen, den abwechslungsreichen Ausstellungs- und Vermittlungsangeboten für die künstlerische Vielfalt der Region.


Die RuhrKunstMuseen haben eine Organisations- und Arbeitsstruktur entwickelt, die basisdemokratisch in Form eines Plenums strukturiert ist. In verschiedenen Arbeitsgruppen werden die inhaltlichen zentralen Aufgabenfelder bearbeitet: Sammlungspräsentation und Ausstellungskooperation, Künstlerische Bildung, Kunst im öffentlichen Raum, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, Kulturpolitischer Dialog und Netzwerkentwicklung.


Die RuhrKunstMuseen sehen sich in der Verantwortung, die Vernetzung zwischen unterschiedlichen öffentlichen und privaten Kulturschaffenden und Kulturträgern in der Region zu intensivieren.


Künstlerische Bildung


Ein wesentlicher Schwerpunkt der Netzwerkarbeit ist der Bereich Bildung und Vermittlung. Die Arbeitsgruppe „Künstlerische Bildung“ entwickelt seit 2010 gemeinsam innovative Formate der Kunstvermittlung: künstlerisch-praxisbezogen, dialogisch, interaktiv. Regina Selter vom Museum Ostwall im Dortmunder U und Peter Daners vom Museum Folkwang in Essen sind die Sprecher*innen dieser Arbeitsgruppe.


Die „künstlerische Bildung“ hat sich mit seinen Programmen und Bildungsangeboten wie Collection Tours, Sinnlich erleben – Kunst für Menschen mit Demenz, RuhrKunstNachbarn oder der Entwicklung einer gemeinsamen Schulmatrix etabliert. Mit der Schulmatrix 20 x 16 haben die RuhrKunstMuseen unter sechzehn Themen ihre städteübergreifenden Angebote zusammengefasst. Die Schulmatrix ermöglicht Lehrer*innen aller Schulformen und aller Jahrgangstufen eine Orientierung über die verschiedenen Themen in den Museen. So bieten beispielsweise sieben Museen Schulworkshops zum Thema „Farbe und Licht“ an.


Im dreijährigen von der Stiftung Mercator geförderten Vermittlungsprojekt RuhrKunstNachbarn – Wenn Stadt auf Museum trifft, verbanden die Vermittler*innen in zahlreichen Schülerworkshops museale und urbane Räume, um so einen Beitrag zur Öffnung der Museen in die Stadtgesellschaft zu ermöglichen. Kinder und Jugendliche setzten sich mit der Institution Museum im Kontext der Stadt, der Stadtgesellschaft und der Nachbarschaft der Museen auseinander.


Auch das aktuelle Vermittlungsangebot RuhrKunstUrban – Museum findet Stadt richtet seine Aufmerksamkeit verstärkt auf das städtische Umfeld der Schüler*innen, möchte sie anregen ihren Stadtraum bewusst wahrzunehmen und aktiv auf diesen einzuwirken. Schüler*innen sollen künstlerische Interventionen im urbanen Raum entwickeln, die diesen befragen und neu in Szene setzen.


Die Pandemie


Die Coronavirus-Pandemie hat uns und das Projekt und seine Realisierung jedoch vor große Herausforderungen gestellt. Dieser Herausforderung haben wir uns jedoch gestellt. In den vergangenen zwei Jahren haben die21 Museen gemeinsam mit den Kooperationsschulen und den Akteur*innen der städtischen Dritten Orten ein individuelles Projektkonzept entwickelt. Aufgrund der Pandemie konnten die zunächst analog geplanten Konzepte nicht eins zu eins realisiert werden. Angeregt durch unterschiedliche Fortbildungen entwickelten alle Akteur*innen kurzfristig neue digitale und hybride Vermittlungsformate. Schon während der Fortbildungen aber auch danach in zahlreichen Videokonferenzen unterstützen die Museen sich in gemeinsamen Lernprozessen mit der Um- und Weiterentwicklung der jeweiligen Projektideen. Die gesellschaftliche Krise lies die 21 RuhrKunstMuseen noch mehr zusammenwachsen. Doch auch zwischen den Kooperationspartner*innen, den Schulen und den Dritten Orten, entstanden intensivere Synergien, eine Krise gemeinschaftlich zu bewältigen und als Chance zu sehen.

 

Stand: September 2021

 

 

 

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