RuhrKunstMuseen
Wir finden Stadt #04 – und bleiben dran
Was bleibt nach DEm Projektende?
Nach drei Jahren Laufzeit endet das Vermittlungsprojekt RuhrKunstUrban am 31.12.2022. Die Kunstvermittler:innen der 21 RuhrKunstMuseen haben seit 2019 mit viel Motivation, Durchhaltevermögen, Mut und Kreativität neue Kooperationspartner:innen gewonnen, gemeinsam Konzepte entwickelt und vielfältige Workshops mit Schüler:innen durchgeführt. Auch wenn das Projekt jetzt offiziell endet, gibt es vieles, was durch RuhrKunstUrban angestoßen wurde und weiterhin bestehen bleibt.
Die meisten Museen sind weiterhin mit ihren Kooperationsschulen im Austausch und konnten über zwei Schuljahre hinweg eine stabile Zusammenarbeit aufbauen. Das Zentrum für Internationale Lichtkunst, das Kunstquartier Hagen, das Museum DKM und das Emschertal-Museum sind mit den Schulen offizielle Bildungspartnerschaften* eingegangen. Viele weitere Museen sind in den Vorbereitungen für eine eingetragene Bildungspartnerschaft.
Die entwickelten Konzepte werden in vielen Häusern weiterhin umgesetzt und viele Schüler:innen nutzen nach Projektende weitere Vermittlungsangebote der Museen. Am Museum Folkwang und am Josef Albers Museum.Quadrat Bottrop absolvierten Schüler:innen aus den Workshops im Anschluss Praktika an den jeweiligen Häusern. Das MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst konzipiert seine Workshops zukünftig mit Schüler:innen der Partnerschule und führt gemeinsame Probedurchläufe ein. Das Lehrpersonal für Kunst wird zu den kommenden Eröffnungen der Wechselausstellungen eingeladen.
In Oberhausen ist das Thema „Unbekannte Orte entdecken“ Bestandteil der neuen Grundschul-Arbeitspläne im Fach Kunst für die Schuleingangsphase. Die im Rahmen von RuhrKunstUrban entwickelten Formate sind in die Ideensammlung von fünf Oberhausener Grundschulen aufgenommen worden. Die Kunstvermittler:innen der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen haben zudem aufgrund der positiven Erfahrungen mit den festen Kooperationspartner:innen gleich weitere Zusammenarbeiten mit mehreren Familienzentren, dem Frauenhaus Oberhausen, und dem Deutschen Roten Kreuz angestoßen. Geplant sind Treffen mit den Kunstvermittler:innen in den jeweiligen Einrichtungen, in der Malschule und in der LUDWIGGALERIE.
Die Zusammenarbeit mit den Dritten Orten und diese besondere Form der Kooperation hat bei vielen Museen und deren Beteiligten einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Öffnung der Museen, der Besuch neuer Orte, die Auseinandersetzung mit dem „Anderen“ – all das waren spannende und bereichernde Aspekte des Projekts, die in die zukünftige Vermittlungsarbeit einfließen.
Auch die Erfahrungen mit digitalen und hybriden Vermittlungsformaten bieten über die Pandemie und das Projektende hinaus für die Museen sehr wertvolle Tools in der Vermittlungsarbeit und der Ansprache von unterschiedlichen Interessengruppen.
* Bildungspartner NRW ist eine Zusammenarbeit des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes NRW und der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe. Seit 2005 fördert Bildungspartner NRW die Zusammenarbeit von Schulen mit kommunalen Bildungs- und Kultureinrichtungen.