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Bottrop

Josef Albers Museum Quadrat Bottrop

Drei bis vier ineinander verschachtelte Quadrate. Jedes in einer anderen Farbe. Wer kennt sie nicht, die Bilder der Reihe "Homage to the Square"? Mit diesen und anderen Arbeiten schrieb der Maler, Farbphilosoph und Bauhausschüler Josef Albers Kunstgeschichte. In Bottrop, wo er 1888 geboren wurde, ist ihm mit dem Josef Albers Museum Quadrat Bottrop ein ganzes Museum gewidmet. Eine Huldigung der Stadt an den großen Künstler? Ja, aber auch eine Huldigung des Künstlers an die Stadt.

 

Vom Museum Quadrat zum Josef Albers Museum Quadrat Bottrop

Bottrop ernannte Albers 1970, als er schon längst nicht mehr dort lebte, zum Ehrenbürger. Zum Dank schenkte er der Stadt einige seiner Werke. Die wiederum beschloss, ein Museum zu bauen und so zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Für die Albers-Bilder wurde ein angemessener Rahmen geschaffen. Und das Heimatmuseum Bottrop, das Exponate der Ur- und Ortsgeschichte zeigt, bekam zusätzlichen Raum. So eröffnete im September 1976 das Museumszentrum Quadrat, das Natur-/Kulturgeschichte und Bildende Kunst unter einem Dach zusammenführte.

Joseph Albers starb wenige Monate vor der Eröffnung. Über 300 Werke aus seinem Nachlass gingen 1979 in den Besitz des Museums über. Denn Albers' persönlicher Wunsch war es, dass Bilder aus seinem Werk dauerhaft in Bottrop gezeigt würden. Für die aus allen Schaffensphasen stammenden Arbeiten wurde eine Erweiterung des Museumszentrums notwendig, die 1983 als Josef Albers Museum eröffnete. Wie schon der erste Bau ist auch diese Museumserweiterung architektonisch angelehnt an die Werkserie "Homage to the Square" – eine "Homage to the Homage to the Square" also.

 

Nur der Schein trügt nicht

Auch heute noch beeindrucken Albers' Farbexperimente, regen zum Nachdenken über Farben und ihre Wirkungsweisen an. "Nur der Schein trügt nicht." Dieses Zitat des Malers entfaltet seinen Sinn bei der Betrachtung von Bildern der Reihe "Homage to the Square". Je nach Kombination wirken die Farben leuchtender oder blasser, treten Flächen in den Hintergrund oder springen hervor. Dabei huldigen die Bilder weniger dem Quadrat – und vielmehr der Farbe. Denn die Quadrate waren für Albers vor allem "die Tabletts, auf denen die Farbe serviert wird." 

 

Albers im Kontext

Neben der Dauerausstellung mit Albers' Werken hat sich das Museum vor allem mit hochkarätigen Fotoausstellungen auch überregional einen Namen gemacht. So wurden in den vergangenen Jahren fotografische Arbeiten von Bernd und Hilla Becher, Walker Evans, Claus Goedicke oder Axel Hütte in großen Einzelausstellungen präsentiert.


Tipp: Rund um den idyllisch im Bottroper Stadtgarten gelegenen Museumskomplex finden sich zahlreiche Skulpturen von Künstlern wie Max Bill, Erwin Heerich, Donald Judd, Hans Steinbrenner oder Bernard Venet.

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