Moers
Willkommen in Moers! Dieser circa 60-minütige RuhrKulturWalk führt durch die Altstadt und den
anliegenden Schlosspark: Hier gibt es neben verschiedenen Denkmälern, Skulpturen und historischen Gebäuden besondere Orte zu entdecken!
Los geht es zentral im kleinen Park am Königssee/Ostring neben dem Königlichen Hof. Hier findet sich ein Brunnen:
1. Geschichtsbrunnen/Grafschafterin mit ihren Webern, ohne Jahr
Die fünf Bronzefiguren symbolisieren wichtige Epochen der Moerser Stadtgeschichte. Vom Geschichtsbrunnen geht es, den See entlang über den Königlichen Hof (über die Straße) in die Fußgängerzone/Steinstraße.
Mitten auf dem Altmarkt gelegen, umrandet von historischen Gebäuden, findet sich ein Denkmal, welches an den Besuch des Preußenkönigs Friedrich IV. im Jahre 1852 erinnert:
2. Adam Rützel: Preußendenkmal, Altmarkt, gestiftet im Jahre 1860

Nun geht es weiter geradeaus es auf der Steinstraße zum Neumarkt. Dort steht, mitten auf dem Platz, ein weiteres Denkmal:
3. Heinrich Baucke: KÖnig Friedrich I., Denkmal, Bronze, 1902
Über dem Treppensockel befindet sich ein hohes Postament in baroken Formen, am Fuße eine wappenhaltende Knabenfigur, darüber eine Kartusche mit Inschrift (beide aus Bronze): „Friedrich I., König in Preußen, Graf von Moers“. Am Postament stehen die Jahreszahlen 1702 und 1902. Die rückwärtige Inschrift sagt: „Wilhelm dem zweiten Deutschen Kaiser und Könige von Preußen, Fürsten zu Moers huldigte hier zur Feier der 200jährigen Zugehörigkeit zur Krone Preußen die getreue Grafschaft Moers den 20. Juni 1902“.
Auf dem Postament steht das überlebensgroße Bronzedenkmal Friedrich I. Das Denkmal ist exemplarisch für eine konservative, der neobarocken Strömungen verpflichtete Bildhauerkunst, wie sie in akademischen Künstlerkreisen noch am Beginn des 20. Jahrhunderts richtungsweisend war.
Vom Neumarkt aus biegen wir nach links ab. Gegenüber der als Klosterkirche erbauten evangelischen Stadtkirche befindet sich schon der nächste Brunnen, der besonders bei kleinen Entdecker*innen beliebt ist:
4. Bonifatius Stirnberg: Märchenbrunnen, Bronzebrunnen, 1982
Der Brunnen wurde zum Anfassen konzipiert: Die Figurengruppe, die aus einem Esel, Fuchs, Schwein, Eichhörnchen und Bienenkorb bestehen, sind beweglich und laden zum Anfassen und Bewegen ein. Vor allem für Kinder sind sie ein echtes Highlight.
Einige Meter neben dem Märchenbrunnen, direkt am Zebrastreifen, befindet sich die Galerie Peschkenhaus, die mit regelmäßigen Ausstellungen und Veranstaltungen einen wichtigen Baustein im Kulturleben der Stadt Moers darstellt. Am Peschkenhaus gehen wir wieder zurück auf die Fußgängerzone (jetzt Neustraße), dort befindet sich schon nach einem kurzen Stück an der Ecke Fieselstraße die nächste Skulptur:
5. Paul Fuchs: Die Magierin, Bronze, 2000
Die Skulptur des deutschen Künstlers wurde zum 700. Jubiläum der Stadt gestiftet.
Und weiter geradeaus steht schon die nächste Skulptur:
6. Hermann König: Wirbelwind, Bronze, 1973
(Stand Januar 2020: aufgrund von Sanierung abgebaut)
„Den Bürgern zur Freude“ steht auf dem Sockel der Bronzeskulptur, die ein sich an den Händen fassendes, tanzendes Kinderpaar darstellt. Neben dem Wirbelwind führt – zwischen dem Moersbach und dem Café Mehrhoff gelegen – ein kleiner Fußweg entlang, der in den Moerser Schlosspark führt. Dieser wurde um 1836 von Maximilian Weyhe nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten angelegt. Zu sehen sind dort immer noch der alte Stadtgraben sowie die Wälle der ehemaligen Stadtbefestigung.
Dem Carl-Schultze-Damm folgend, biegen wir bei der ersten Möglichkeit links in den Hugo-Otto-Weg ab. Dort finden sich, auf dem gesamten Weg zu beiden Seiten verteilt, verschiedene (Stein-)Skulpturen unterschiedlicher Künstler*innen sowie die „Steinriesen“, die von einem internationalen Bildhauer*innen-Symposion in Österreich geschaffen wurden:
7. Makuto Fujiwara: Gespaltener Stein, Stein, 1967
8. František Štorek: UnterkÖrper, Stein (ohne Jahr)
9. Otto Eder: Weibliche Figuration, Stein (ohne Jahr)
10. „Steinriesen“: 12 Steinskulpturen, internat. Bildhauersymposion in Krastal/KÄrnten, Österreich
Nun geht es wieder auf gleichem Weg zurück, über den Carl-Schultze-Damm, die Treppe herunter und geradeaus. Die nächste Möglichkeit biegen wir links über eine kleine Brücke in den Friedrich-Wintgens-Weg ab. Am Ende des Weges geht es rechts zum „Grafschafter Musenhof“ und einem anliegenden, alten Rosengarten.
Links, dem Weg weiter folgend liegt das Schlosstheater Moers, eine der 11 RuhrBühnen: Mitten im Herzen der Stadt ist die Hauptbühne „Schlosstheater“ (mit ca.90 Plätzen) im ältesten Gebäude der Stadt, dem Moerser Schloss beheimatet. Neben weiteren Bühnen im gesamten Stadtgebiet bespielt das Schlosstheater Moers aber auch regelmäßig außergewöhnliche Orte vom Hafthaus bis zum Kneipentresen.

Der letzte Stopp und eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten von Moers: das Moerser Schloss. Das Heimatmuseum zeigt von römischem Glas über ein Rokokozimmer bis zum Krämerladen allerlei Exponate aus 2500 Jahren Besiedelung des Niederrheins. Vor dem Schloss findet sich – fototechnisch optimal gelegen – das Denkmal der Oranierprinzessin Luise Henriette (1627-1667):
11. Heinrich Baucke: Denkmal der KurfÜrstin Louise-Henriette von Brandenburg, ohne Jahr
Hier endet der RuhrKulturWalk – jetzt bleibt Zeit, um über die Fußgängerzone wieder zurück zum Startpunkt zu laufen oder sich noch die kleinen Altstadt-Gassen von Moers anzuschauen.
… und wer jetzt noch mehr sehen möchte, kann einen Ausflug zu Otto Pienes „Geleucht“ auf der Halde Rheinpreußen unternehmen. Die Landmarke wurde 2005 errichtet und ist nach rund 1.500 Metern Aufstieg ein echtes Highlight!
