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News

Sommeraktion der RuhrKultur.Card

Die zweite Karte für 5€ dazu

Sommer, Sonne, Kunst, Kultur: RuhrKultur.Card ist im Doppelpack für 50 Euro erhältlich 

Was mancher schon nicht mehr zu hoffen gewagt hat, ist jetzt Realität: Die Inzidenzen sinken landesweit und das Leben, wie wir es vor der Pandemie kannten, kehrt mit jedem Öffnungsschritten zunehmend zurück. Das sind gute Nachrichten insbesondere für den durch die Corona-Krise arg gebeutelten Kulturbereich. Für alle, die Nachholbedarf in Sachen Museum, Theater oder Festival haben, legt die Ruhr Tourismus GmbH ein ganz besonderes Angebot auf. Wer zwischen dem 14. Juni und 31. Juli 2021 eine RuhrKultur.Card kauft, erhält die zweite Karte für 5,- Euro dazu. Kulturgenuss ist gemeinsam schließlich noch schöner! 

Die Karte gilt bis Ende Dezember 2021. Auch für die zweite Jahreshälfte lohnt sich die Investition, denn mit der RuhrKultur.Card gibt es je einmalig freien Eintritt in allen 21 RuhrKunstMuseen sowie bei den Partnern der Kategorie Kulturschätze. Zudem ist je ein Vorstellungsticket zum halben Preis bei den elf RuhrBühnen und den teilnehmenden Kulturfestivals im Portfolio der Karte enthalten. Als Special erhalten Inhaber*innen der RuhrKultur.Card im Juli 40% Rabatt für ein Ticket bei den Ausstellungen Terrakotta-Armee oder Körperwelten in Mülheim an der Ruhr.

Bestellungen sind an allen Verkaufsstellen sowie online unter www.ruhrkulturcard.shop möglich. Mehr Informationen zur RuhrKultur.Card gibt es online unter www.ruhrkulturcard.de.

RuhrKultur.Card 2021: Sonderaktion im Mai

Für den grenzenlosen Kulturgenuss

Mit den sinkenden Inzidenzen scheint ein Besuch in den RuhrKunstMuseen und bei den weiteren Partnern der RuhrKultur.Card bald wieder möglich zu sein. Das feiert die einzigartige Kultur-Jahreskarte für das Ruhrgebiet mit einer Sonderaktion: Im Mai erhalten Sie beim Kauf der kulturellen Jahreskarte die aktuellen Ausgaben der Magazine "kultur.west  – Magazin für Kunst und Gesellschaft in NRW" und "Monopol – Magazin für Kunst und Leben" gratis dazu!* 

Mit der RuhrKultur.Card gehen Sie auf kulturelle Entdeckungsreise durch das Ruhrgebiet: Für nur 45 Euro gibt es je einmalig freien Eintritt in alle 21 RuhrKunstMuseen und bei allen Partnern der Kategorie Kulturschätze. Zudem bekommen Sie an den 11 RuhrBühnen und bei 5 Kulturfestivals je ein Vorstellungsticket zum halben Preis. Und on top: Inhaberinnen und Inhaber der RuhrKultur.Card erhalten ein Abo der kultur.west zum vergünstigten Preis.

Mehr Informationen zur RuhrKultur.Card erhalten Sie unter www.ruhrkulturcard.de.

* Nur solange der Vorrat reicht und bei Bestellung unter www.ruhrkulturcard.shop. Das Angebot gilt bis zum 31.05.2021.

Peggy und Marco Lachmann-Anke/Pixabay

Internationaler Museumstag 2021

Ruhr Kunst Museen entdecken am 16. Mai 2021

Digital und analog feiern weltweit viele Museen unter dem Motto #MuseenEntdecken am Sonntag, den 16. Mai 2021 den internationalen Museumstag: Mit Online-Programmen, Vor-Ort-Aktionen und weiteren Formaten erhalten die Besucherinnen und Besucher so einzigartige Einblicke in die Museen und ihre Sammlungen sowie die Arbeit in den Kulturinstitutionen. Auch einige RuhrKunstMuseen bieten am internationalen Museumstag verschiedene Programme an.

Hinweis: Bitte beachten Sie die aktuell geltenden Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Museen dürfen erst bei einer konstanten Inzidenz unter 100 öffnen. 

 

Gustav-lübcke-museum hamm: Online-programm

11.00 Uhr | „Wie kam der Osterhaifisch ins Museum?“ | Dauer:  30 Minuten
Eine Kinder- und Familienführung durch die Sonderausstellung „Otmar Alt. Das Leben ist ein Versuch“

12.30 Uhr |  „Kunststoff und Stein – neue Köpfe im Alten Ägypten“ | Dauer: 15 Minuten
Eine Impulsführung zur Geschichte und Neupräsentation der Ägyptischen Sammlung des Gustav-Lübcke-Museums
 
13.30 Uhr | „Die Welt zwischen Schein und Sein“| Dauer: 15 Minuten
Eine Kurzführung mit Museumsdirektor Ulf Sölter durch die Ausstellung HOFFENT_LICHT der Kölner Künstlerin Rita Rohlfing
 
14.30 Uhr | „Forschung, die verbindet: Ein Nachlass unter der Lupe“ | Dauer: 30 Minuten mit anschließendem Chat
Ein Online-Vortrag von Lena Thelen zur Erforschung des künstlerischen Nachlasses von Hans Kaiser im Bestand des Gustav-Lübcke-Museums

Das Programm wird über Webex abgehalten, die Zugangslinks sind zeitnah im Veranstaltungskalender der Homepage des Museums abrufbar: www.museum-hamm.de


Lehmbruck Museum: Online-Programm

14:00 bis 16:30 Uhr | Online-Workshop „Poetical Isolation” mit Marta Colombo
Wie nehme ich mein zu Hause und die Dinge, die mich täglich umgeben wahr? Anlässlich des Internationalen Museumstages 2021 lädt die Künstlerin Marta Colombo zu einem Online-Workshop unter dem Titel „Poetical Isolation” ein. 

Wechseln Sie die Perspektive, schärfen Sie Ihre Wahrnehmung und erkunden Sie ihr Zuhause doch mal mit künstlerischen Mitteln! Zusammen mit der Künstlerin Marta Colombo können Sie plastische und performative Ansätze erproben, die die eigene Wahrnehmung reflektieren und – passend zur aktuellen Situation – den eigenen Wohnraum zum künstlerischen Thema machen. 

Nach Abschluss des Bestellvorgangs erhalten die Teilnehmer:innen den Link zur Teilnahme an einer Zoom-Videokonferenz. Erforderlich ist eine E-Mail-Adresse und während der Veranstaltung eine stabile Internetverbindung. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Teilnahmegebühr beträgt 6 €. Tickets können über den Ticketshop des Lehmbruck Museums erworben werden.


Zentrum für internationale lichtkunst unna: Ausstellungseröffnung mit virtuellem Rundgang

Ausstellung SWITCH II in Kooperation mit der HBKsaar
16. Mai bis 5. September 2021

2016 zeigte das Museum unter dem Ausstellungstitel SWITCH eine Auswahl von Werken, die im Atelier "Licht und Intermedia" an der Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBKsaar) entstanden sind. Diese gelungene Kooperation wird nun fortgesetzt. Passend zum Internationalen Museumstag und dem Internationalen Tag des Lichts wird die Ausstellung SWITCH II am Sonntag, den 16. Mai 2021 digital eröffnet: Künstlerinnen und Künstler, die eine Verbindung zur Saarbrücker- Kunsthochschule haben, experimentieren unter der künstlerischen Leitung von Prof. Daniel Hausig mit physikalischem Licht in Zeichnung, Malerei, Skulptur, Installation und Performance. Zentraler Punkt der Ausstellung, welche 18 verschiedene Positionen umfasst, ist die Vielseitigkeit und Vielschichtigkeit von Licht als Medium und Material. 

Die Ausstellung kann ab dem 16. Mai 2021 digital als virtueller Rundgang besucht werden. 


Museum OSTWALL IM DORTMUNDER U

Digital dabei beim Internationalen Museumstag 

Das Museum Ostwall im Dortmunder U bietet ein umfangreiches Online-Programm an. Zudem feiert das gesamte Dortmunder U seinen 10. Geburtstag mit virtuellen Einblicken in Ausstellungen, Videos und Streams.

Kompensation der RuhrKultur.Card 2020

Teilerstattung der Beiträge

Lieber Inhaberinnen und Inhaber der RuhrKultur.Card 2020,

aufgrund der Corona-Pandemie kam es im vergangenen Jahr 2020 bedauerlicherweise zu einem Leistungsausfall von rund vier Monaten. Wir haben versucht, durch die Verlängerung des Nutzungszeitraums bis zum 30.04.2021 eine adäquate Kompensation zu ermöglichen. Leider gab es aber auch in diesem Zeitraum starke Einschränkungen für Besuche von Kultureinrichtungen, sodass hierdurch kein angemessener Ausgleich möglich war. Eine weitere Verlängerung des Nutzungszeitraums erscheint uns nicht mehr zielführend. Daher haben wir uns entschlossen, Ihnen eine finanzielle Erstattung anzubieten. Die Erstattung bemisst sich auf 1/6 des Kaufpreises Ihrer RuhrKultur.Card(s) 2020. (Bei einem Kaufpreis von 45 Euro beträgt die Rückerstattung 7,50 Euro. Bei reduzierten Cards der entsprechende Anteil auf den ursprünglich gezahlten Kaufpreis.)

Es ist selbstverständlich Ihr gutes Recht, von der anteiligen Rückerstattung Gebrauch zu machen. Trotzdem bitten wir Sie, Folgendes zu berücksichtigen: Der Großteil der Erlöse aus dem Verkauf der RuhrKultur.Card geht an die Museen, Theater und Kultur-Festivals, die Sie mit der kulturellen Jahreskarte besuchen könnten. Mit dem Verzicht auf Ihre Erstattungsansprüche würden Sie somit die kulturelle Landschaft der Metropole Ruhr unterstützen, die bereits im letzten Jahr und auch in diesem Jahr massiv unter den Lockdowns leiden. Des Weiteren könnte so ein Fortbestehen der noch jungen Kulturkarte ermöglicht werden.

Mehr Informationen sowie den Antrag zur Kompensation der RuhrKultur.Card 2020 erhalten Sie hier.

Ruhr Kunst Museen: Alternativprogramm

im Lockdown

Während des (Kultur-)Lockdowns sind die RuhrKunstMuseen natürlich weiterhin aktiv. So bieten die Häuser trotz der temporären Schließung die verschiedensten Alternativprogramme an – digital und analog.

 

Ruhr Kunst Radio

Ein gemeinsames Projekt: Zum 10-jährigen Jubiläum des Zusammenschlusses der RuhrKunstMuseen startete Ende 2020 der Podcast RuhrKunstRadio mit einem Blick zurück nach vorn. Claudia Dichter erinnert in der Pilotfolge an die Anfänge des Netzwerks im Kulturhauptstadtjahr, schaut auf die Highlights der letzten Jahre und blickt gemeinsam mit einigen der Museumsdirektor*innen in die Zukunft.

Ruhr Kultur Vibes

Meditativer Kunstgenuss: In der Videoreihe RuhrKulturVibes werden Verbindungen zwischen Kunst, Kultur und Yoga hergestellt. Die RuhrKunstMuseen bieten dazu rund 30-minütige Yogasessions an, die mit einer kurzen Kunstvermittlung zu besonderen Werken der eigenen Sammlung verbunden sind. 

Ruhr Kultur Walks

An hunderten Orten in den 53 Städten der Metropole Ruhr ist die städteübergreifende Open-Air-Galerie Ruhr zu finden: Prallvoll mit großen Namen der internationalen Bildhauer*innen-Szene kommt die Must-See-Schau unter freiem Himmel daher. Zu Corona-Zeiten lohnen sich die Spaziergänge und Wanderungen zur Public Art, der Kunst im öffentlichen Raum, besonders. Daher haben wir die RuhrKulturWalks initiiert: Regelmäßig stellen wir Routen zu Kunst im öffentlichen Raum in jeweils einer Stadt im Ruhrgebiet zur Verfügung  … und los geht’s!


Kunstmuseum bochum

Als zweites Video der Reihe „Allein im Museum” hat die Stadt Bochum im Kunstmuseum Bochum die Ausstellung „A DARKER SHADE OF BLACK“ besucht. Zu sehen sind Werke der Künstler Kasimir Malewitsch, Frank Gerritz, Apostolos Palavrakis und Bruno Querci. Malewitsch, der 1935 verstarb, war Wegbereiter des Konstruktivismus und befreite die Kunst von der Gegenständlichkeit. In Verbindung mit den Bildern und Plastiken der Gegenwartskünstler Gerritz, Palavrakis und Querci zeigt sich das Zusammenspiel von Schwarz und Weiß, von Licht und Dunkelheit in unterschiedlichen Facetten. 

 

 

Vorsicht Kunst! 
Seit April 2020 präsentiert das Museum Werke der eigenen Sammlung in den neuen Räumen der Villa Marckhoff. Online werden unter dem Titel „Vorsicht Kunst!” in loser Folge Filme des Kunstvermittlerteams hochgeladen.

Hier finden Sie Informationen und Bilder der Werke in der Nachbarschaft des Kunstmuseums – viel Spaß bei der kunstvollen Erkundungstour!

 

Josef albers museum quadrat bottrop

Mit einem filmischen Rundgang geht es durch die aktuelle Ausstellung „Bernhard Fuchs. Mühl”. Der Film von Egbert Trogemann ist mit einem Text von Dr. Heinz Liesbrock unterlegt.

 

Neue Adresse und Andenken an Anni Albers
Der kleine Platz vor dem Museum trägt nun offiziell den Namen Anni-Albers-Platz. Er ist weiter Teil der Straße „Im Stadtgarten” und wird zur neuen Adresse des Museums, die ab sofort „Anni-Albers-Platz 1” lautet. Die Stadt Bottrop bewahrt mit diesem Zeichen einer der bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts und großzügigen Spenderin ein ehrendes Andenken. Mehr Informationen zur Umbenennung sowie zu Anni Albers finden Sie auf der Webseite des Museums.

 

Museum ostwall im dortmunder u

Auf Facebook und Instagram versorgt das Museum seine Follower*innen regelmäßig mit tollen Einblicken in die Sammlung, interessanten Rückblicken zu vergangenen Ausstellungen oder aktuellen Themen aus Kunst und Kultur. In Videos werden die aktuelle Schaufenster-Ausstellung „VALIE EXPORT. Irritation des Blicks“ und die kürzlich endende Sonderausstellung „Rainer Fetting“ vorgestellt.

VALIE EXPORT ist eine der international bedeutendsten Pionierinnen der Medien-, Performance- und Filmkunst und gilt als Wegbereiterin der feministischen Kunst. 2020 hat sie den MO-Kunstpreis „Follow me Dada and Fluxus“ der Freunde des Museums Ostwall e.V. erhalten. 

Rainer Fetting: „The Easy Way not the German Way“ & Virtueller 360°-Rundgang durch die Ausstellung
Rainer Fetting zählt zu den wichtigsten deutschen Künstler*innen der Gegenwart. Seine Kunst ist unmittelbar und vital, seine malerische Ausführung vibriert, lebt und pulsiert. Der Film „The Easy Way not the German Way“ dokumentiert den Aufbau der Fetting-Retrospektive und lässt den Maler über seine Kunst sprechen.  Zudem wurde erstmals ein vollständig virtueller 360-Grad-Rundgang der Ausstellung realisiert. So können die mehr als 100 großformatigen Gemälde, Bronzen und Grafiken eines der bekanntesten deutschen Künstler am Bildschirm erkundet werden.

 

Lehmbruck Museum

Zum Nachschauen: digitale Eröffnung von „Sculpture 21st: Nevin Aladağ” vom 6. mai 2021

Als dritte Skulptur des Künstlers bereichert Stephan Balkenhols „Großer Kopf mit kleinem Mann” fortan als Dauerleihgabe die Museumssammlung: Der Mann mit schwarzer Hose und weißem Hemd, der hier abenteuerlustig versucht den großen Kopf zu erklimmen, taucht seit Jahrzehnten in Balkenhols Werk auf.  Sie ist ab sofort in der Straßengalerie, entlang der Düsseldorfer Straße, auch bei geschlossenem Museum zu sehen. Flankiert wird die Präsentation von dem Relief „Mann mit schwarzer Hose und weißem Hemd”, das sich bereits seit über dreißig Jahren in der Sammlung des Museums befindet. Zur Einstimmung auf Ihren (hoffentlich bald wieder möglichen) Museumsbesuch finden Sie online eine Bilderstrecke mit Ansichten aus der Ausstellung. 

Online-Programm und aktuelle Informationen
Das gebündelte Online-Programm ist unter „Lehmbruck frei Haus“ zu finden.

Lehmbruck und Beuys
Obwohl Beuys erst zwei Jahre nach dem Tod Wilhelm Lehmbrucks geboren wurde, ihm also nie persönlich begegnete, sprach er von einer tiefen Beziehung: Im Werk Lehmbrucks sah er „etwas Innerliches”, das nur intuitiv zu erfassen sei und ihn so sehr ergriff, dass er den Entschluss fasste, selbst Bildhauer zu werden. Ab dem 26. Juni 2021 zeigt das Museum in der Ausstellung „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur” die künstlerische Verwandtschaft dieser beiden für das 20. Jahrhundert so bedeutenden Bildhauer. Zur Einstimmung auf die bevorstehende Ausstellung und als feierlichen Rückblick auf das Jahr 1986 gibt es unter dem Format „Lehmbruck frei Haus” eine Videoaufzeichnung der legendären Beuys-Rede im Lehmbruck Museum.

 

MKM Küppersmühle für moderne Kunst

In der Online-Talkreihe „KUNST und KRISE. Gespräche im Lockdown” geht Walter Smerling mit Kulturschaffenden, Künstler*innen und Politiker*innen ins Gespräch: Der Lockdown bedeutet ein radikales Herunterfahren der Kultur. Ob Ausstellungen oder Konzerte, Gesprächsrunden oder Theateraufführungen – fast alles wurde sehr frühzeitig heruntergefahren und steht still. Für viele Kulturschaffende kommt der Lockdown einem Berufsverbot gleich. Nicht nur Einzelexistenzen stehen auf dem Spiel, sondern eine ganze Branche ist in Schieflage (die, nebenbei bemerkt, enorme Wirtschaftskraft besitzt). Die Spätfolgen sind noch gar nicht absehbar. Kultur – ein Privileg für gute Zeiten?

Im ersten Talk sprach Walter Smerling, Gründungsdirektor des MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst in Duisburg, mit Künstler Markus Lüpertz:

Alle Folgen sind auf YouTube, Facebook und Twitter (@StiftungKunst) sowie Instagram (@WalterSmerling und @stiftungkunstbonn) abrufbar.

Digitale Führungen
Obwohl sich das Haus gerade im Umbau befindet, bietet es ein Archiv an digitalen Führungen an. Walter Schmerling führt in verschiedenen Videos durch die Räume und erzählt von Georg Baselitz, Gerhard Richter, Anselm Kiefer und vielen mehr. Die Kunstvermittlerin Prisca Wensch führt in der Reihe Kunst im öffentlichen Raum zu Werken rund um Duisburg & den Innenhafen in unmittelbarer Nähe des Museums.


Hanne Darboven: Der Regenmacher

ARD-Wettermoderatorin Claudia Kleinert und MKM-Direktor Walter Smerling, der die Darboven-Ausstellung kuratiert hat, haben den Regenmacher virtuell eröffnet. Auf ihrem digitalen Rundgang geben sie erste Einblicke in das Werk der Konzeptkünstlerin. Zugeschaltet ist zudem Klaus Honnef, Kunsthistoriker und langjähriger Wegbegleiter Hanne Darbovens.

 

Museum Folkwang

Zum 80. Geburtstag des Fotokünstlers Timm Rautert richtet ihm das Museum Folkwang mit "Timm Rautert und die Leben der Fotografie" eine umfassende Retrospektive aus, die ein halbes Jahrhundert seines künstlerischen Schaffens umfasst. Sie beginnt bei Rauterts experimentellen Anfängen als Student Otto Steinerts, zeigt berühmte Porträtserien wie "Deutsche in Uniform" und "Eigenes Leben" und reicht bis zu seinen Artwork-Collagen und zur Rauminstallation "L´Ultimo Programma" aus dem Jahr 2015. Die über 400 Arbeiten veranschaulichen nicht nur die thematische und methodische Vielfalt in Rauterts Werk, sondern lassen sich auch als Dokumente des langen Wegs der Fotografie hinein ins Museum und in den Kanon der Kunst lesen.

 

Sammlung Online & virtueller Rundgang
Das Museum Folkwang präsentiert auf seiner Website ab sofort mehr als 80.000 Werke in der neu konzipierten „Sammlung Online“. Parallel ist in Kooperation mit der Kulturplattform Google Arts & Culture ein virtueller Rundgang durch die Sammlungspräsentation „Neue Welten“ entstanden. Dieser wird ergänzt durch hochauflösende Abbildungen zu über 400 Sammlungshighlights, von denen einige mittels Augmented Reality nach Hause geholt werden können.

Neue Welten. Die Entdeckung der Sammlung
Mit „Neue Welten“ stellt das Museum Folkwang seine Sammlung in vollständig umgestalteten Räumen vor. Jeder Sammlungsraum ist medien- und epochenübergreifend arrangiert und nach einem zentralen Werk der Sammlung benannt. Von den Anfängen der Sammlung mit Hauptwerken von Vincent van Gogh, Paul Cézanne, Paul Gauguin und den deutschen Expressionisten bis in die Gegenwart öffnet sich der Folkwang-Kosmos aus heutiger Perspektive.  Alle Videos sind auf YouTube verfügbar.

App & Podcast
On Top: der eigene Podcast „Radio Folkwang“, der im Juli 2020 gelauncht wurde, und die kostenfreie Museum Folkwang-App.

 

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Direktorin Leane Schäfer präsentiert im Rahmen der Reihe "#zero_art_aroundtheworld" der Zero Foundation Pol Burys Arbeit „Ponctuation I (1110 weiße Punkte verlassen ein Loch)“ aus dem Jahr 1964. Dem Titel folgend ragt ein Bündel von 1110 schwarzen Nylonfäden mit weißen, rundförmigen Enden aus einem schwarzen Objektkasten. Dieser Kasten präsentiert zum einen die Nylonfäden und verbirgt zum anderen einen Elektromotor. Jener versetzt die Fäden in leichte, stellenweise kaum wahrnehmbare Bewegung und verleiht der Arbeit dadurch eine irritierende Belebung.

Das Kunstwerk scheint zu atmen. Die Belebung von Objekten und zugleich die Irritation der Wahrnehmung der Betrachtenden ist ein typisches Motiv von Burys Arbeiten aus dieser Zeit. Sein Werk schafft in der Gelsenkirchener Sammlung eine spannende Überleitung von ZERO zu den Werken kinetischer Kunst.

Im Schaufenster
Anne Linke: PIGEONS AND ARCHITECTURE 

Das Kunstmuseum präsentiert ganz corona-konform Originale der Gelsenkirchener Sammlung im Schaufenster – zu erleben vom Museumsplatz aus. Zum zehnten Mal wird das Gästezimmer künstlerisch vermietet: Anne Linke präsentiert bis zum 11. Juni 2021 ihre Videoarbeit „PIGEONS AND ARCHITECTURE“ aus dem Jahr 2019.
In ihrer 1-Kanal-Video-Installation untersucht die Künstlerin städtische und bauliche Strukturen in Hinblick auf deren nicht menschliche Bewohner. Tauben bevölkern als „unliebsame“ Tiere urbane Architekturen und nutzen die Elemente, die gegen sie erfunden, entworfen und gebaut wurden. Sie trinken aus Bordsteinrinnen, nisten auf Rohren und werden von Passanten gefüttert. Anne Linke beleuchtet in ihrer Arbeit die Beziehungen und den Umgang zwischen Mensch und Tier. Das Video ist von außen, unter dem Türmchen zu erleben.

Kunst verbindet – in allen Sprachen

Kunst bringt Menschen ins Gespräch, schafft Austausch, Auseinandersetzung und Anregung. Kunst verbindet auch in Zeiten, in denen die persönliche Begegnung nicht möglich ist, aktuell besonders auf der digitalen Ebene. Kunst verbindet, auch wenn man nicht die gleiche Sprache spricht. Kunst verbindet jetzt in einer neuen Video-Reihe des Kunstmuseums auf Social Media wie der Homepage. In den Kurzbeiträgen werden Kunstwerke der Gelsenkirchen er Sammlung in verschiedenen Sprachen präsentiert. Mit dabei sind Türkisch, Russisch und Gebärdensprache. Das Angebot soll nach dem Lockdown um weitere Sprachen ergänzt werden. In Planung sind auch Museumsrundgänge vor Ort in diversen Sprachen.

 

Emil Schumacher Museum Hagen

Der intime Rahmen eines Kammerkonzerts gibt die Möglichkeit, auch in dieser Zeit Werke der klassischen Musik aufführen zu können. Mitglieder des Philharmonischen Orchesters Hagen präsentieren Stücke für Solo-Instrumente, deren Aufführung im Emil Schumacher Museum aufgezeichnet wird. Im Fokus steht in diesem Konzert die Oboe, welche der koreanische Komponist Isang Yun mit Piri ein Werk zueignete, in dem er europäische und fernöstliche Musiktraditionen zu verbinden suchte. Selten begegnet einem das Schlagwerk in der Kammermusik – die Komponisten Eugene Novotny und Wolfram Winkler widmen sich in ihren Stücken den Möglichkeiten, welche die verschiedenen Schlaginstrumente bieten. Und schließlich treten Oboe und Percussion in einer Komposition von Dimitri Terzakis auch zusammen – erwarten Sie also neue und unbekannte Klänge und Farben! (Aufzeichnung im Mai 2020 in Kooperation mit dem Theater Hagen)

 

Osthaus Museum Hagen

Hagens Politischer Salon als Kultur-Wissenschaftliches Quartett (Aufzeichnung im Mai 2020)
Wie wirkt die Corona-Pandemie auf Kunst, Kultur und Wissenschaft? Gibt die gegenwärtige Situation nicht auch neue Impulse? Schreit die kollektiv erzwungene Vereinzelung vor dem Bildschirm nicht nach Thematisierung in der Kunst? Ist die gegenwärtige soziale Alltagspraxis als Allegorie ausdeutbar? Epidemien hat es in der Menschheitsgeschichte immer schon gegeben – was ist heute anders?

Eine Institution wie die FernUniversität Hagen scheint prädestiniert als Antwortmodell in Pandemie-Zeiten, während Museen, Theater, Opern- und Ballettensembles gegenwärtig manch einem beweisen könnten, dass sie überflüssig, weil nicht „systemrelevant“ sind. Vermissen Menschen es zurzeit, Kulturveranstaltungen aktiv besuchen zu können? Was sind die konkreten Angebote der FernUniversität Hagen, der Museen und des Theaters Hagen? Im gebotenen Sicherheitsabstand im Großen Haus des Theaters Hagen erörtert ein Quartett aus der Runde des Politischen Salons Hagen diese Themen: Prof. Dr. Ada Pellert (Rektorin der FernUniversität), Dr. Tayfun Belgin (Direktor des Osthaus Museums und Kulturamtsleiter der Stadt Hagen), Andreas Meyer-Lauber (Vorsitzender des WDR-Rundfunkrats), Francis Hüsers (Intendant des Theaters Hagen).

 

 

Skulpturenmuseum Glaskasten Marl

Auf seiner Webseite stellt das Museum verschiedene Videos zur Verfügung, darunter auch „Sound und Space“-Rundgänge sowie Videos zu einzelnen Werken, die rund um das Museum zu finden sind.

 

Kunsthalle Recklinghausen

Die Ausstellung „EMERGENCE • PLUS DREI“ war bis zum 28. März 2021 in der Kunsthalle Recklinghausen zu sehen. Der Trailer zur Ausstellung gibt nochmals Einblicke in die besonderen Werke der verschiedenen Künstler*innen.

 

Angebote für Familien und Kinder & Kunst im öffentlichen Raum
Bienen basteln, Pustebilder mit Wasserfarben oder eine Welt im Pappkarton: Die Kunsthalle bietet verschiedene Online-Angebote für Kinder und Familien an, um zu Hause kreativ zu werden. Zudem bietet die Kunsthalle Informationen und eine Broschüre zur Kunst im öffentlichen Raum in Recklinghausen an.

 

Emschertal-Museum Herne, Städtische Galerie 

 

 

Flottmann-Hallen Herne

Das Stadtmarketing Herne stellt die Flottmann-Hallen vor: In den denkmalgeschützten Flottmannhallen wurden einst mächtige Bohrhämmer für den Bergbau in der ganzen Welt gefertigt. Heute befindet sich dort ein Zentrum für Theater, Musik, Bildende Kunst und Sport. Direkt vor den Hallen mit ihrem restaurierten Jugendstiltor lädt ein Skulpturenpark zum Spazieren ein.

 

In der vergangenen Ausstellung SAFRONOVA & WOLF trafen Skulptur und Malerei  in ausdrucksstrakter Weise aufeinander.

 

Museum Haus Opherdicke

Rund ums Museum per Audio-Walk
Der Audio-Walk „Natur ist unsichtbar“ der zeitgenössischen Künstlerin Johanna Steindorf setzt sich mit der kommenden Ausstellung „HERBERT ROLF SCHLEGEL. Die Versöhnung von Mensch und Natur. Werke aus der Sammlung Murken“ auseinander und lädt zum Spaziergang um das Museum ein.  Der Künstler Herbert Rolf Schlegel legt durch seine Malerei Ausschnitte fest: die Motive spiegeln seinen Blick wieder. Was für Intentionen, Sehnsüchte und Vorstellungen verbergen sich darin? Und wie lässt sich seine Perspektive auf Menschen und Natur mit jener vereinbaren, die wir als Betrachter*innen fast 100 Jahre später einnehmen? Diesen und anderen Fragen wird während dem 30-minütigen Hörspaziergang nachgegangen, während sich die Landschaft, die eigene Erfahrung und die Bilderwelt des Malers zu einer individuellen Realitätsmixtur verweben. 

Podcast, Mittwochsgespräche, Videoreihe für Schüler*innen
Das Museum in Unna hat unter dem Namen „Kulturcast“ ein individuelles Programm zusammengestellt: Kurator*innen besprechen anlässlich der Ausstellung „NACH NORDEN – Deutsche Künstlerinnen und Künstler im skandinavischen Exil“, welche bis zum 7. Februar 2021 verlängert wurde, fünf Bilder auf der Webseite des Kreis Unna. Außerdem tauschen sich Sally Müller und Arne Reimann in den „Mittwochsgesprächen“ regelmäßig über einzelne Künstler*innen und deren Werk aus. Für Grundschüler*innen startet eine Videoreihe mit dem ersten Beitrag, wobei Paul durch die Ausstellung führt und einzelne Werke erklärt.

Einen Einblick in das neueste der RuhrKunstMuseen hat die Stadt Unna bereitgestellt:

 

Märkisches Museum Witten

Auf Instagram zeigt das Museum die Verleihung des diesjährigen Günter-Drebusch-Preises, welcher an den Dortmunder Künstler Matthias Plenkmann verliehen wurde.

 

Kunstmuseum Mülheim a.d. Ruhr / MUSEUM TEMPORÄR

Audioguides & Bilderrätsel
Audioguides zu den Highlights der Sammlung Ziegler und das Projekt Macke zum Hören und Sehen, das 2014 begleitend zur Ausstellung „August Macke. Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies“ von der Young Art Experts-AG entwickelt wurde, bieten besondere Hörerlebnisse. Im November 2020 startete auf der Facebook-Seite des Kunstmuseums ein Bilderrätsel zu einem Kunstwerk im öffentlichen Raum mit täglich geposteten Detail-Fotos zum Entschlüsseln.

Da außerschulische Veranstaltungen wie die Malschulkurse derzeit nicht stattfinden können, geben Tutorials der Künstlerin und Kursleiterin Tabea Borchardt auf der Museums-Homepage Kindern Anleitungen zum praktischen Gestalten für zuhause.

 

LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen

Anlässlich der Ausstellung „Art About Shoes – Von Schnabelschuh bis Sneaker. Heiner Meyer – Deutsche Pop Art im Stiletto-Format“ bat Direktorin Dr. Christine Vogt den Künstler Heiner Meyer zum Gespräch:

 

Am 19. März 2021 wurde die Skulptur RED HEELS von Heiner Meyer vor der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen aufgestellt. Im Zeitraffer hält das Video den Aufbau der neuen Sehenswürdigkeit vor dem Museum fest.

 

Hinter den Schlossmauern: Einblicke von Mitarbeiter*innen der LUDWIGGALERIE
Spannende Einblicke rund um die LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen und ihre Mitarbeiter*innen verspricht die neue Videoreihe „Hinter den Schlossmauern“. 

 

Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna

Ein Besuch des einzigartigen Museums ist aktuell leider nicht möglich, jedoch können einige Werke der Dauerausstellung sowie Informationen dazu online betrachtet werden.

Der WDR war mit der Sendung Westart zu Gast in der Neonkunst-Sonderausstellung „Neon Delight“. Ein Video dazu finden Sie hier.


Urbane Künste Ruhr

Ruhr Ding: Klima 2021 | städteübergreifende Ausstellung im öffentlichen Raum 
Urbane Künste Ruhr präsentiert vom 8. Mai bis zum 27. Juni 2021 die zweite Ausgabe des Ruhr Ding, eine städteübergreifende Ausstellung im Ruhrgebiet, für die die Kunstwerke eigens für ihre ungewöhnlichen Ausstellungsorte entwickelt werden. Das Ruhr Ding: Klima war ursprünglich für 2020 geplant und ist als Ausstellung konzipiert, die den Besucher*innen ein sicheres Kunsterlebnis entsprechend der geltenden Corona-Schutzverordnung ermöglichen soll.

Das Ruhr Ding ist die Ausstellung der Stunde, die die Erfahrungen mit der Pandemie mit künstlerischen Reflexionen zum Klimawandel verbindet. Insgesamt 22 Neuproduktionen in Gelsenkirchen, Herne, Recklinghausen sowie am und im Silbersee II in Haltern am See thematisieren das Klima. Die eingeladenen Kunstschaffenden, die zumeist international tätig sind, beschäftigen sich kritisch mit den sozialen, ökologischen, regionalen sowie globalen Dimensionen von Klima und Klimawandel.

Mit Installationen, Skulpturen, Videoarbeiten, Performances, künstlichen Landschaften und schwimmenden Pavillons laden die beteiligten Künstler*innen und Kollektive dazu ein, das Thema Klima aus einer anderen Perspektive zu betrachten und die Projektstandorte in einem neuen Licht zu erleben. Die Auswahl reicht von der wenig bekannten stillgelegten Zeche General Blumenthal in Recklinghausen über die Zwischennutzung einer ehemaligen McDonald’s Filiale in der Herner Fußgängerzone, den Badebereich des Silbersees II in Haltern am See und weiteren außergewöhnlichen Orten bis zum virtuellen Raum.

 

Emscherkunstweg: ein neues Kunstwerk für Duisburg 

Seit  dem 1. Mai 2021 ist »Neustadt« von Julius von Bismarck in Zusammenarbeit mit Marta Dyachenko im Landschaftspark Duisburg-Nord öffentlich zugänglich. Die Kooperationspartner Urbane Künste Ruhr, Emschergenossenschaft und Regionalverband Ruhr sind glücklich über die großflächige Installation, die den Emscherkunstweg nun dauerhaft bereichert.

Über zwei Jahre Planung und Recherche sind der Umsetzung von »Neustadt« vorausgegangen. Der in Berlin lebende Künstler Julius von Bismarck hat sich für die Arbeit die Architektin und Künstlerin Marta Dyachenko an die Seite geholt. Gemeinsam haben sich die beiden die letzten zwanzig Jahre Bau- oder vielmehr Abrissgeschichte des Ruhrgebiets näher angeschaut und schließlich 23 abgerissene Gebäuden ausgewählt, die sie als skulpturale Modelle wieder auferstehen lassen. Auf einer Grünfläche zwischen der Alten Emscher, dem Fahrradweg »Grüner Pfad« und der Autobahn A 42 entsteht im Maßstab 1:25 entlang von zwei Straßenzüge eine fiktive Stadt im Duisburger Landschaftspark. 

»Neustadt« erzählt vom Wohnen und Leben in den Städten an der Emscher und im gesamten Ruhrgebiet: Die Auswahl der Gebäudetypen und Bauaufgaben folgte dabei keinem strengen System, sondern auch ästhetischen, skulpturalen Kritierien und dem Wunsch einen Querschnitt des lokalen Städtebaus aufzuzeigen. So steht neben einem Essener Mietshaus aus der Gründerzeit der Wohnkomplex einer einstigen Modellsiedlung von 1965 aus Marl, in der Nachbarschaft erzählen weitere Wohneinheiten im Plattenbaustil von der Sozialgeschichte der 1970er Jahre. Besonders dramatisch ist die Geschichte der 16-geschossigen Wohnhochhäuser »Weiße Riesen« aus Kamp-Lintfort entstanden, die lange leer standen, bevor ihr Abriss Platz für etwas Neues bot. Die Lebenszyklen der Paulskirche aus Duisburg von 1970 oder der Kirche St. Joseph aus Essen-Kupferdreh, die 1904 im neugotischen Stil fertiggestellt und 2015 abgerissen wurde, stehen beispielhaft für den gesellschaftlichen Wandel, der sich auch in den Glaubensgemeinschaften zeigt. 
 

Digitale Reihe zum Emscherkunstweg
Noch vor dem zweiten Lockdown hat Urbane Künste Ruhr eine digitale Reihe zum Emscherkunstweg gestartet, die jetzt besonders lohnt: Junge Künstler*innen setzen sich darin ganz individuell mit dem Skulpturenweg auseinander. Den Auftakt macht das Duo „thisisinternet.de“aus Dortmund mit seinem Videobeitrag  „Pawāaraibu – filling the vacuum“. Als Reflexion auf den Emscher-Umbau entwerfen sie ein Szenario, in dem die Erde von den Menschen verlassen wurde und nur noch als Museum dient. Lex Rütten und Jana Kerima Stolzer sind ein Künstlerduo, das seit 4 Jahren zusammenarbeitet. Der Ausgangspunkt ihrer Installationen und Performances wird oft durch die Verbindung zwischen dem Menschen, seinem technologischen Umfeld und den daraus resultierenden emotionalen Herausforderungen bestimmt.

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