News

Eine Karte, 70 Kultur-Highlights

Die ruhrkultur.card 2026 ist ab 11. November erhältlich

Die ruhrkultur.card ist ein Must-Have für alle Kultur-Begeisterten. Am 11. November 2025 geht die Karte für 2026 in den Verkauf. Inhaber:innen profitieren von freiem Eintritt oder 50 Prozent Ermäßigung auf Tickets bei insgesamt 70 Partnern. Mit der Kultur-Jahreskarte lädt die Ruhr Tourismus GmbH (RTG) dazu ein, Ausstellungen, Bühnenstücke, Festivals und weitere Kultur-Events zum Vorzugspreis zu besuchen. Im nächsten Jahr kommen fünf neue Partner hinzu.

Seit 2019 bündelt die ruhrkultur.card Angebote aus den Bereichen Museen und Galerien, Bühnen und Theater, Industriekultur und Events. Jahr für Jahr wächst die Liste der enthaltenen Erlebnisse. Der Fokus der Karte liegt auf dem Ruhrgebiet, doch es können auch Kultur-Spots außerhalb des Reviers entdeckt werden.

„Die ruhrkultur.card hat das klare Ziel, die vielfältigen Kulturangebote in den Fokus zu rücken und sie in gebündelter Form anzubieten. Wir möchten die Einwohner der Region dazu bewegen, den Blick für die Kulturangebote zu weiten und auch die Museen und Theater über ihren eigenen Wohnort hinaus zu besuchen. Mit der Card setzen wir Anreize, sich aktiv mit der Kulturlandschaft auseinanderzusetzen“, erklärt Axel Biermann, Geschäftsführer der RTG.

Fünf neue Partner im Ruhrgebiet und in der Nachbarschaft

Zwei Kunst-Erlebnisse in der Landeshauptstadt sind im Jahr 2026 neu dabei: Kunst im Tunnel (KIT) sowie die Kunsthalle Düsseldorf. Das Gebäude der Kunsthalle wird zwar ab März 2026 saniert und ist dann für Besucher:innen geschlossen; ab April geht es aber mit einem Programm an externen Standorten weiter. Direkt unter der Rheinuferpromenade liegt KIT – Kunst im Tunnel – und zeigt dort wechselnde Ausstellungen. In beiden Locations bekommen Karten-Inhaber:innen einmalig freien Eintritt. Ein weiterer, neuer Partner ist das Schwebodrom in Wuppertal. In dem Erlebnismuseum gehen Besucher:innen auf eine Zeitreise rund um die Wuppertaler Schwebahn, inklusive Virtual-Reality-Tour. Freuen können sich auch Konzert-Fans: Early-Bird-Tickets für das Moers Festival gibt es mit der ruhrkultur.card für die Hälfte des regulären Preises. Vom 22. bis 25. Mai 2026 bringt das Event Musik internationaler Künstler*innen an mehrere Spielorte in der Stadt. Ein weiteres Kultur-Event, für welches Card-Inhaber:innen nur die Hälfte des Eintritts zahlen, ist die KUBOSHOW in Herne. Die Kunstmesse bietet jungen Künstler*innen aus aller Welt eine Plattform, um ihre neuesten Arbeiten zu präsentieren – und Besucher:innen die Gelegenheit, diese zu erwerben.

Gemeinsame Erlebnisse schenken

Sehen lassen können sich auch die bestehenden Partner. Wer sich selbst und anderen eine Freude mit regelmäßigen Theater-Abenden machen möchte, findet in der ruhrkultur.card das perfekte Geschenk. Egal, ob Schauspiel-Inszenierungen, Opern, Ballett-Aufführungen oder Konzerte – die Bühnen im Ruhrgebiet bieten jede Menge Programm. Tickets zum halben Preis gibt es mit der Kultur-Jahreskarte für das Theater Dortmund, das Theater Duisburg, Theater und Philharmonie Essen, das Schauspielhaus Bochum und viele mehr. Einmalig freien Eintritt gibt es für viele Industriekultur-Spots wie das Ruhr Museum auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein und den Gasometer Oberhausen. Und Kunst-Liebhaber:innen können aus einer Vielzahl von Museen und Galerien wählen. Partner sind u.a. das Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna und das Museum Küppersmühle für Moderne Kunst.

Exklusive Events für Karten-Inhaber:innen

Inhaber:innen der ruhrkultur.card erwarten darüber hinaus besondere Events – wie exklusive Kurator:innen-Führungen oder Workshops. Eine Übersicht über alle teilnehmenden Partner sowie die geplanten ruhrkultur.card Specials ist online unter www.ruhrkulturcard.de zu finden.

Infos zur Karte und Verkaufsstellen

Die ruhrkultur.card 2026 ist ab dem 11. November 2025 für 55 Euro erhältlich und bietet ein Jahr lang Zugang zu einer Vielzahl kultureller Angebote. Sie kann über den Webshop unter www.ruhrkulturcard.de oder telefonisch über das Service-Center unter 01806 181650 (20 Cent/Verbindung aus allen deutschen Netzen) bestellt werden. Darüber hinaus ist die ruhrkultur.card bei ausgewählten Vorverkaufsstellen im Ruhrgebiet und Düsseldorf erhältlich. Eine vollständige Liste der Verkaufsstellen findet sich auf der Website.

Die Ruhr Tourismus GmbH ist Projektträger der ruhrkultur.card und arbeitet eng mit den Netzwerken der RuhrKunstMuseen, RuhrBühnen und Route Industriekultur zusammen, deren vielfältiges Angebot durch die Karte gebündelt wird.

Saison-Finale

RuhrKultur.Card 2025 zum Sonderpreis

Für alle Kulturfans lohnt sich die RuhrKultur.Card 2025 im Herbst und Winter: Vom 22. September bis zum 12. Oktober gibt es die Kultur-Karte zum Sonderpreis von 29 Euro (statt 49 Euro) – gültig im Webshop mit dem Code FINALE25. Danach ist die Karte für 2025 nicht mehr erhältlich.

Mit der RuhrKultur.Card genießen Sie freien Eintritt bei den RuhrKunstMuseen, Galerien und Industriekultur-Partnern, sowie Sie 50 Prozent Ermäßigung auf Tickets der teilnehmenden Bühnen und Theater. Zusätzlich gibt es Rabatte in Kinos und bei Events wie Talks, Workshops und Festivals. 

Stay tuned für das nächste Kulturjahr - die RuhrKultur.Card 2026 ist ab dem 11. November erhältlich.

Weitere Informationen: www.ruhrkulturcard.de

21 x 21

Mehr als 43.000 Besucher*innen erlebten die Vielfalt der RuhrKunstMuseen in der Villa Hügel

Mehr als 43.000 Besucher*innen erlebten die Vielfalt der RuhrKunstMuseen in der Villa Hügel

Die Ausstellung „21 x 21. Die RuhrKunstMuseen auf dem Hügel“ begeisterte ein breites Publikum und entfaltete Strahlkraft weit über das Ruhrgebiet hinaus.

Mit der Ausstellung „21 x 21. Die RuhrKunstMuseen auf dem Hügel“ ist am Sonntag, den 27. Juli ein in seiner


Form einmaliges Projekt zu Ende gegangen: Die erste gemeinsame Sammlungspräsentation aller 21 RuhrKunstMuseen machte die künstlerische Vielfalt des Ruhrgebiets an einem zentralen Ort sichtbar. Mehr als 43.000 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, herausragende Werke aus 21 Museumssammlungen in der Villa Hügel in Essen zu erleben. Anlass für die großangelegte Sonderausstellung war das 15-jährige Bestehen des Netzwerks RuhrKunstMuseen. Die Schau wurde ausschließlich aus den hochkarätigen Beständen der Häuser der Region zusammengestellt, die in einen überraschenden und inspirierenden Dialog miteinander traten.

„Nirgendwo auf der Welt gibt es so viele hochrangige Kunst- und Kulturorte wie im Ruhrgebiet. Wir können mit großem Stolz sagen: Die Möglichkeiten und Angebote, Kunst und Kultur im Revier zu erleben, sind international herausragend! Diese Ausstellung in der Villa Hügel zu kuratieren, war eine Kunst für sich. Von der ersten Sekunde an war ich ein Fan des Konzepts. Wir haben bekannte Werke in neuer Nachbarschaft erlebt und Neues entdecken können. Diese Schau wirkte wie ein Fenster zur reichen Museumslandschaft der Region. Das macht Lust auf mehr!“
Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen 

Die Ausstellung zeigte 102 Werke moderner und zeitgenössischer Kunst in einem spannungsreichen Dialog mit der Industriegeschichte der Region und dem architektonischen Erbe der Villa Hügel, dem ehemaligen Familiensitz der Familie Krupp. Mit Werken von Paula Modersohn-Becker und Alexej von Jawlensky über Louise Nevelson und Gerhard Richter bis hin zu Alicja Kwade und Ibrahim Mahama bot „21 x 21. Die RuhrKunstMuseen auf dem Hügel“ nicht nur ein Panorama der Museumslandschaft im Ruhrgebiet, sondern verknüpfte Kunst und Ort, Vergangenheit und Gegenwart, Vielfalt und Gemeinsinn. Das Besondere an der Ausstellung: Jedes der 21 Museen präsentiert sich und seinen Sammlungsschwerpunkt anhand eines sogenannten Impulswerkes, auf das die Partnermuseen mit Arbeiten aus
ihren eigenen Sammlungen reagierten. Hauptwerke trafen auf neu zu entdeckende Positionen. Künstlerische Impulse aus der Region wurden im Licht internationaler Entwicklungen sichtbar.

Aktuelle Aspekte wie Wandel von Geschlechterrollen oder gesellschaftliche Umbrüche wurden durch den Dialog zwischen Werken und Epochen in Themenräumen für Besucher*innen erfahrbar. So traf im Raum „Bild der Frau“ unter anderem Wilhelm Lehmbrucks „Große Sinnende“ (1913) auf ein sogenanntes „Herdbild“ (1993) von Rosemarie Trockel und auf eine zeitgenössische Position von Eliza Douglas (2017). Ein eindrucksvolles Zusammenspiel von Kunst und Raum boten das Gemälde „Mann auf dem Hügel“ von Wilhelm Morgner sowie die raumgreifende Installation „Konturenwolke“ von Ulrich Möckel im ehemaligen Ankleidezimmer von Bertha Krupp. 

 

 

Die Villa Hügel erwies sich dabei erneut als Anziehungspunkt und Resonanzraum zugleich. Der geschichtsträchtige Ort, Symbol des industriellen Aufstiegs und Wandels im Ruhrgebiet, befindet sich im Eigentum der gemeinnützigen Krupp-Stiftung, die ihn als Ort der Begegnung, Geschichte und Kunst für die Öffentlichkeit zugänglich macht. „21 x 21. Die RuhrKunstMuseen auf dem Hügel“ war die 60. Ausstellung in der Villa. Sie führte eindrucksvoll vor Augen, wie eng Industrie- und Kunstgeschichte in der Region miteinander verwoben sind, und spiegelte in besonderer Weise am Stammsitz der Stiftung das Engagement für das Ruhrgebiet wider.

Die Begeisterung des Publikums unterstreicht die Wirkung des Projekts: „Ich habe wirklich nicht gedacht, dass in diesen zum Teil ‚kleinen‘ Museen der Region solche Schätze verborgen sind“, so eine Besucherin. Andere Gäste betonen: „Was für eine wunderbare Idee, die Museen hier zusammenzubringen. Ein großartiger Einblick in die Vielfalt der Kunst im Ruhrgebiet – ich bin begeistert!“ Und führen aus: „Das Zusammentreffen moderner Kunst mit den prachtvollen Räumen der Villa Hügel ist fast so, als hätte man eine Schatztruhe geöffnet. Der Ort selbst mit seiner Geschichte und Atmosphäre macht das Ganze noch beeindruckender.“

Großen Zuspruch fand auch das Vermittlungsprogramm mit Führungen, Vorträgen und Bustouren zu den RuhrKunstMuseen, die die Ausstellung mit der gesamten Region vernetzten. Viele Häuser berichten von einem spürbaren Widerhall und einem nachhaltigen Impuls für das Netzwerk und seine Sichtbarkeit. „21 x 21. Die RuhrKunstMuseen auf dem Hügel“ war damit mehr als eine Ausstellung: ein Bekenntnis zur kulturellen Stärke des Ruhrgebiets und sichtbares Zeichen für das Potenzial gemeinschaftlicher Kulturarbeit – und vor allem eine Einladung an das Publikum, die facettenreiche Kunst im Ruhrgebiet zu entdecken.

 

DIGITALE SAMMLUNGSPRÄSENTATION


Nach dem Ende der Ausstellung in der Villa Hügel lebt das Projekt digital weiter: Die Web-App www.21x21.de bleibt als dauerhaft zugängliche Plattform bestehen und lädt dazu ein, die Sammlungen der 21 RuhrKunstMuseen zu entdecken. Mit rund 400 digital präsentierten Kunstwerken und dem interaktiven „Museumsmatch“ bietet sie vielfältige Möglichkeiten zur individuellen Erkundung und Inspiration für Museumsbesuche in der Region.

 

21 x 21. DIE RUHRKUNSTMUSEEN AUF DEM HÜGEL

Ausstellungseröffnung in der Villa Hügel


Die 21 RuhrKunstMuseen stehen für eine in Europa einzigartige urbane Museumslandschaft und präsentieren jährlich über 150 Kunstausstellungen auf 45.000 Quadratmetern in 16 Städten des Ruhrgebiets. Das im Rahmen von RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas gegründete Netzwerk realisiert anlässlich seines 15- ährigen Bestehens im Frühjahr 2025 ein groß angelegtes Ausstellungsprojekt, das die Sammlungen der RuhrKunstMuseen in einer gemeinsamen Schau in der Villa Hügel in Essen zusammenführt: Herausragende Werke der vielfältigen Sammlungen treten hier in einen so überraschenden wie inspirierenden Dialog – zusammengestellt wird die Sonderausstellung komplett aus den hochkarätigen Kunstbeständen der Museen der Region.


Die Sammlungen der RuhrKunstMuseen reichen von Meisterwerken der Moderne bis zu bedeutenden Positionen der Gegenwartskunst und umfassen wichtige nationale und internationale Kunstströmungen des 20. und 21. Jahrhunderts, wie den Expressionismus, die Neue Sachlichkeit sowie die Nachkriegskunst mit Informel, Konkreter Kunst, Zero und Fluxus und der feministischen Avantgarde.
Der durch die Industrialisierung in Gang gesetzte wirtschaftliche Aufschwung vieler Städte im frühen
20. Jahrhundert und das vielerorts anzutreffende bürgerliche Engagement von Stiftern, Mäzenen und
Arbeitnehmern, aber auch eine neue demokratische Aufbruchstimmung in der Nachkriegszeit mit
zahlreichen Neugründungen von Museen und Universitäten prägen bis heute das kulturelle Selbstverständnis der Region und bilden die Voraussetzungen für eine seit mehr als 100 Jahren dynamisch
wachsende, reiche Museumslandschaft mit einmaligem Charakter. Industriekultur und Kunstgeschichte
gehen hier Hand in Hand.


SONDERAUSSTELLUNG „21 x 21“


Mit der Ausstellung „21 x 21. Die RuhrKunstMuseen auf dem Hügel“ wird ein neues Kapitel aufgeschlagen: Erstmals tragen alle Häuser des Netzwerks ausgewählte Highlights ihrer Sammlungen zu einer
gemeinsamen Ausstellung in der Villa Hügel in Essen zusammen. Das Konzept der groß angelegten
Schau besteht in einem Dialog von Arbeiten aus den unterschiedlichen Sammlungen in zehn spielerischassoziativen Themenräumen. In der Gemeinschaftsschau sind nahezu alle künstlerischen Gattungen von
Malerei, Fotografie, Grafik, Skulptur bis hin zu Multimedia-Installationen vertreten. Die Bandbreite reicht
von Werken der Klassischen Moderne bis hin zu Positionen der unmittelbaren Gegenwart. International
renommierte Künstler*innen treffen auf regionale Positionen und Künstlergruppen, die eng mit dem
Ruhrgebiet verbunden sind. Die Ausstellung ist vom 11. April bis zum 27. Juli 2025 zu sehen und bietet
die einmalige Chance, sich ein umfassendes Bild von den Museumssammlungen des Ruhrgebiets
zu machen.


DIE VILLA HÜGEL


Die Sonderausstellung „21 x 21“ wird in der geschichtsträchtigen Villa Hügel im Essener Stadtteil
Bredeney gezeigt. Eigentümerin der denkmalgeschützten Villa und des angrenzenden 40 Hektar großen Parks ist die gemeinnützige Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Mit ihrem
Engagement sorgt die Stiftung nicht nur für den Erhalt und die Pflege des Areals, sondern gestaltet
es auch als lebendigen Ort der Begegnung für Besucher*innen.
Die Villa Hügel wurde von 1870 bis 1873 als Wohnhaus für die Industriellenfamilie Krupp errichtet und
von vier Generationen bewohnt. 1953 öffnete sie mit einer ersten Kunststellung ihre Türen für die Öffentlichkeit. Dies war der Start für eine bis heute andauernde Ausstellungstradition. Ausstellungen wie etwa
2002 „Sinn und Sinnlichkeit. Das Flämische Stillleben 1550-1680“, 2016 „Katharina Fritsch“ und 2018
„Josef Albers. Interaction“ zogen ein überregionales Publikum an und schrieben Erfolgsgeschichte,
an die die Ausstellung „21 x 21“ anknüpft, die von der Krupp-Stiftung substanziell gefördert wird.
Mit ihren 399 Räumen und einer Fläche von über 11.000 Quadratmetern ist die Villa Hügel nicht nur ein
bedeutendes Industriedenkmal, sondern auch ein Ort, der die deutsche Geschichte auf einzigartige
Weise widerspiegelt. Sie bietet den beteiligten Museen und ausgestellten Werken einen eindrucksvollen
historischen Rahmen, um die industriekulturellen und kunsthistorischen Verflechtungen der Region
erlebbar zu machen.


IMPULSWERKE ALS AUSGANGSPUNKT –
IN THEMENRÄUMEN DIE SAMMLUNGEN ENTDECKEN


Das Besondere an der Ausstellung: Jedes der 21 Museen präsentiert sich und seinen Sammlungsschwerpunkt anhand eines sogenannten Impulswerkes, auf das die Partnermuseen mit Arbeiten aus
ihren eigenen Sammlungen reagieren. Ausgewählt wurden dafür markante Einzelwerke, die in besonderer Weise die Stärken und die Ausrichtung der einzelnen Häuser widerspiegeln.
So präsentiert sich das Duisburger Lehmbruck Museum – Zentrum Internationaler Skulptur mit der
Plastik Große Sinnende (1913) von Wilhelm Lehmbruck und rückt das „Bild der Frau“ in den Blick. Die
im Frühjahr 1914 im Pariser Salon des Artistes Indépendants erstmals ausgestellte Arbeit gilt als ein
Schlüsselwerk expressiver Bildhauerei. Sie zeigt den überlebensgroßen Akt einer selbstbewussten
jungen Frau ihrer Zeit. Ihr an die Seite gestellt wird ein Gemälde von Lehmbrucks Zeitgenossin Paula
Modersohn-Becker aus dem Märkischen Museum in Witten. Mit einem großformatigen Frauen-Doppelportrait von Gerhard Richter aus den 1960er-Jahren (Ludwiggalerie Schloss Oberhausen) führt der
thematische Streifzug durch das 20. und 21. Jahrhundert weiter bis zu neueren, stärker feministisch
geprägten Arbeiten wie einem Herdbild von Rosemarie Trockel aus den 1990er-Jahren (Museum
Küppersmühle, Duisburg) oder dem Gemälde The Potential of Being (2017) der amerikanischen
Malerin und Performancekünstlerin Eliza Douglas (Museum Folkwang, Essen).


INDUSTRIELLES ERBE DES RUHRGEBIETS


Einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung bilden Arbeiten, die sich mit dem industriellen Erbe und
der Geschichte des Steinkohlenbergbaus im Ruhrgebiet auseinandersetzen. Internationale und regionale Positionen, klassische Medien und multimediale Erfahrungsräume gehen hier eine produktive
Verbindung ein. Dazu zählt die Fotoserie des Deutsch-Amerikaners Michael Wolf (1954–2019) über
Die Lebensbedingungen einer Bergmannssiedlung am Beispiel von Bottrop-Ebel ebenso wie die
6-Kanal-Klanginstallation mono / industriell von Denise Ritter. Die Dortmunder Künstlerin hat auf der
Zeche Prosper-Haniel kurz vor deren Schließung noch einmal die typischen Industriegeräusche eingefangen, die den Arbeitsalltag der Bergleute jahrzehntelang prägten. Ihre Soundinstallation geht in der
Ausstellung einen Dialog mit Positionen der Abstraktion ein, wie den Werken des in Bottrop geborenen,
international einflussreichen Künstlers Josef Albers.


THEMENRAUM LANDSCHAFT


In einem anderen Themenraum werden alpine Landschaften von Ernst Ludwig Kirchner, Alexej von
Jawlensky oder Gabriele Münter mit Impressionen aus dem Ruhrgebiet in einen Dialog gesetzt. So
zum Beispiel mit einer aus der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen stammenden Schwarz-Weiß-Aufnahme des bekannten Ruhrgebietsfotografen Rudolf Holtappel aus dem Jahr 1962, die eine Schneelandschaft bei Gelsenkirchen zeigt. Im Hintergrund sind qualmende Schlote zu sehen. Passend dazu ist die großformatige Fotografie Coal Seam, Bergwerk Prosper-Haniel 4 des kanadisch-amerikanischen Becher-Schülers Miles Coolidge aus dem Josef Albers Museum Bottrop Quadrat zu sehen.


GESELLSCHAFTSKRITIK UND POLITISCHE ARBEITEN


Gesellschaftlicher Wandel rückt in dem Themenraum „Umbrüche“ stärker in den Blick. Impulswerk ist
hier die Arbeit Ohne Titel (Stahltisch) des Beuys-Schülers Anatol (1931–2019). Dabei handelt es sich
um das Relikt einer legendären Aktion, die im Dezember 1968 in der Düsseldorfer Künstlerkneipe
Cream Cheese stattfand. Drei sogenannte Sprecher waren mit ihren Handgelenken an einen Stahltisch
geschnallt. Anatol forderte sie mit ferngesteuerten Lichtsignalen abwechselnd zum Sprechen beziehungsweise zum Schweigen auf. Kombiniert wird diese aus dem Museum Ostwall in Dortmund stammende Arbeit mit Martin Kippenbergers Gemälde We don’t have problems with disco door-waiters, if
they don’t let us in, we don’t let them out von 1986 aus dem Museum Folkwang in Essen. Mit Arbeiten
von Emil Schumacher, Werner Gilles und Erich Mueller Kraus wird hier zudem auf die Zeit unmittelbar
nach Ende des Zweiten Weltkriegs zurückgeblickt.


DIE DYNAMIK VON BEWEGUNG IN RAUM UND ZEIT


Im Themenraum „Dynamik“ werden Aspekte der Mobilität und das dichte Straßen- und Autobahnnetz
im Ruhrgebiet durch eine ganze Reihe von Arbeiten ins Gedächtnis gerufen. So wird u. a. Hans-Christian
Schinks Fotografie einer großen Autobahnbrücke aus dem Museum Küppersmühle in Duisburg der
Installation Zeit ist keine Autobahn – Basel (2011) von Michael Sailstorfer aus der Kunsthalle Recklinghausen gegenübergestellt. Ein auf einer Wandfläche rotierender Autoreifen hinterlässt einen stetig
anwachsenden Haufen Gummiabrieb. Eine Fotografie von Spuren im Schnee von Anton Stankowski
aus den 1930er-Jahren aus der Sammlung der Ruhr-Universität Bochum und eine Lithographie von
Katharina Grosse mit übereinander gelagerten, gestischen Farbapplikationen aus dem Kunstmuseum
Mülheim ergänzen die dialogische Zusammenstellung. Vorstellungen von Vergänglichkeit und Beständigkeit, Mobilität und Stillstand treten hier in einen spannungsvollen Dialog.


SCHAUFENSTER AUF DIE KONSUMKULTUR


Die Entwicklung des Konsumverhaltens vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart wird im
Themenraum „Kauflust“ thematisiert. Zwei Gemälde von August Macke, Helle Frauen vor Hutladen (1913)
aus dem Osthaus Museum in Hagen und Modes: Frau mit Sonnenschirm vor Hutladen (1914) aus dem
Museum Folkwang in Essen zeigen Passantinnen beim Betrachten von Auslagen der Warenhäuser und
sind frühe Zeugnisse der aufblühenden Konsumkultur. Kombiniert werden die beiden Werke u. a. mit
zeitgenössischen Fotografien von Gudrun Kemsa aus der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen, deren
Serien Apple Store I und Apple Store II (2013) Menschen zeigen, die sich in den Glasfassaden heutiger
Innenstädte spiegeln. Fotografien von Dietmar Riemann und Tata Ronkholz fangen die Einkaufswelten
der 1980er-Jahre ein und folgen dem Blick des Flaneurs durch die Schaufenster. Ergänzt wird der Raum
durch drei „Horten-Waben“ aus dem Gustav-Lübcke-Museum in Hamm, keramische Fliesen nach einem
Entwurf von Egon Eiermann, die bis Ende der 1970er-Jahre als Fassadenschmuck alle Filialen der Kaufhauskette Horten zierten und über Jahrzehnte das Bild deutscher Innenstädte prägten.


SPRUNGBRETT FÜR EIGENE ENTDECKUNGEN


Das Publikum hat bei „21 x 21“ nicht nur die einmalige Chance, ein facettenreiches Zusammenspiel der
21 Museumssammlungen zu erleben. Die Sonderausstellung in der Villa Hügel bietet auch einen idealen
Einstieg, die einzigartige Museumslandschaft zwischen Rhein, Ruhr, Emscher und Lippe auf eigene
Initiative weiter zu entdecken und die einzelnen Häuser zu erkunden.
Auf ins Ruhrgebiet also. Ob mit dem Auto oder mit Bus und Bahn, per Fahrrad oder zu Fuß entlang der
vielen Wanderwege: Wer die 21 Museen erkunden will, braucht Ausdauer. Doch die Entdeckerfreude
wird belohnt. Der abendliche Blick auf den Tetraeder in Bottrop oder die begehbare Achterbahn „Tiger
& Turtle“ in Duisburg bei Sonnenuntergang runden die Museumstour ab.


SAMMLUNGSGESCHICHTE AUCH IN DIGITALER FORM


Ergänzend zur Ausstellung wird die Bandbreite der Sammlungen der 21 RuhrKunstMuseen digital noch
umfassender präsentiert. Die digitale Web-App www.21x21.de mit rund 400 Kunstwerken ist bereits seit
dem 7. November 2024 online. Hier finden die Nutzer*innen auch das digitale „Museumsmatch“, das die
persönlichen Vorlieben auf spielerische Weise mit den Sammlungen der 21 Kunstmuseen abgleicht. Das
digitale Projekt war die Initialzündung für die Ausstellung in der Villa Hügel und wird ebenfalls von der
Krupp-Stiftung gefördert

Die neue RuhrKultur.Card 2025

Ab dem 6. November erhältlich

Am 6. November 2024 startet der Verkauf der RuhrKultur.Card 2025, die Besucher erneut dazu
einlädt, die vielfältige Kulturlandschaft des Ruhrgebiets und darüber hinaus zu entdecken.
Die Karte, herausgegeben von der Ruhr Tourismus GmbH (RTG), ermöglicht ein Jahr lang
jeweils einmalig kostenfreien oder vergünstigten Zugang zu über 60 kulturellen Partnern –
darunter renommierte Museen, Theater, bedeutende Industriedenkmäler und erstmals auch
Filmkunsttheater.


Seit 2019 gibt es die RuhrKultur.Card und mit jedem Jahr wird das Angebot der Card erweitert und
versucht, Kulturinteressierten ein „handfestes“ gebündeltes Angebot zur Ausgestaltung ihrer
Freizeit zu machen.
Mit der neuen RuhrKultur.Card öffnet sich eine Vielzahl kultureller Angebote in Museen und auf
Bühnen im Ruhrgebiet. Neu dabei sind das Jüdische Museum Westfalen in Dorsten, die Dr. Carl
Dörken Galerie in Herdecke, das Kloster Kamp in Kamp-Lintfort und das Ikonenmuseum in
Recklinghausen. Auch das Theater- und Konzertangebot ist umfassender denn je. Die RuhrBühnen,
darunter das Schauspielhaus Bochum und das Theater Hagen, präsentieren ein breites Spektrum –
von Schauspiel über Oper bis hin zu Tanz und Ballett. 2025 kommen neue Partner hinzu, wie die
Bochumer Symphoniker, der Werner Richard Saal und das Parktheater Iserlohn, die für eine noch
größere Auswahl an Live-Erlebnissen sorgen.


Ein weiterer Höhepunkt: Erstmals sind auch Filmkunsttheater Teil des Angebots. Mit 25 % Rabatt
genießen Inhaber der Karte Arthouse-Filme und internationale Produktionen in atmosphärischen
Programmkinos wie der Lichtburg und dem Filmstudio Glückauf in Essen.


Das Team der Ruhr Tourismus freut sich besonders darüber, dass die Card auch über die regionalen
Grenzen des Ruhrgebietes für das Jahr 2025 erweitert wird. Die RuhrKultur.Card legt im
kommenden Jahr den Fokus auf Wuppertal – drei Kulturinstitutionen runden das bisherige
Leistungsangebot ab. Cardbesitzer können die digitale Kunstausstellung im Visidrom zum halben
Preis besuchen, auch das Von der Heydt-Museum und der Skulpturenpark in Wuppertal laden
Cardbesitzer auf eine Entdeckungsreise ein.


Die RuhrKultur.Card 2025 ist sowohl als klassische Scheckkarte als auch als digitale eCard
erhältlich und begleitet Kulturinteressierte durch ein Jahr voller künstlerischer Highlights in der
Metropole Ruhr.


Infos zur Karte und Verkaufsstellen
Die RuhrKultur.Card 2025 ist ab dem 6. November 2024 für 49 Euro erhältlich und bietet ein Jahr
lang Zugang zu einer Vielzahl kultureller Angebote. Sie kann über den Webshop unter
www.ruhrkulturcard.de oder telefonisch über das Service-Center unter 01806 181650 (20
Cent/Verbindung aus allen deutschen Netzen) bestellt werden. Darüber hinaus ist die
RuhrKultur.Card bei ausgewählten Vorverkaufsstellen im Ruhrgebiet erhältlich. Eine vollständige
Liste der Verkaufsstellen findet sich auf der Website.

Cookie-Policy

We use cookies to provide the best website experience for you. By clicking on "Accept tracking" you agree to this. You can change the settings or reject the processing under "Manage Cookies setup". You can access the cookie settings again at any time in the footer.
Data Protection Guidelines | Imprint

Cookie-Policy

We use cookies to provide the best website experience for you. By clicking on "Accept tracking" you agree to this. You can change the settings or reject the processing under "Manage Cookies setup". You can access the cookie settings again at any time in the footer.
Data Protection Guidelines | Imprint