RuhrKunstMuseen

WIR FINDEN STADT #01 – und sind sichtbar

WIR FINDEN STADT
– Und Sind Sichtbar

Über den Zeitraum von 2 Jahren erforschten und gestalteten Kinder und Jugendliche den städtischen Raum. Viele Aktionen und situative Eingriffe veränderten das Stadtbild – zum Teil nachhaltig oder auch nur für einen kurzen Moment. Manche Werke wurden sich selbst überlassen, etliche konnten fotografisch festgehalten werden. Auch Ausstellungen und öffentliche Präsentationen der Workshop-Ergebnisse waren meist Teil der gemeinsamen Arbeit. Viele der Interventionen und Ergebnisse wurden in Schaufenstern, am Dritten Ort, auf öffentlichen Plätzen sowie im städtischen Grün sicht- und erfahrbar.


Die Jugendlichen, die sich zusammen mit den Kunstvermittlerinnen des MKM Duisburg, in zwei Durchgängen mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen beschäftigen, zeigten ihre Ergebnisse –Fotocollagen sowie Experimente mit Leinwandstoff und Keilrahmen – im Schaufenster des Aktionsraums HIGH FIELD in Duisburg.
 

Die Arbeiten der Workshops vom Kunstmuseum Mülheim und dem Atelier Farbfuchs  – Zukunftsvisionen für die Stadt in Form einer Säule aus Würfeln – und die großformatigen Leinwände der Jugendlichen, die mit den Kunstvermittler:innen vom Lehmbruck Museum Duisburg sowie Akteur:innen vom Stapeltor Duisburg zusammenarbeiteten, fanden ihren gemeinsamen Präsentationsort im Museum Temporär in Mülheim. Das Ausweichquartier des Kunstmuseum Mülheim ist in einem Ladenlokal in der Innenstadt angesiedelt und bietet durch große Schaufenster Einblicke für das interessierte Laufpublikum.

In einer interdisziplinären und hybriden Ausstellung in einem zuvor leerstehenden Gehege im Tierpark + Fossilium Bochum, dem Dritten Ort im Projekt des Kunstmuseums Bochum, konnten die verschiedenen Arbeiten der Kinder und Jugendlichen nach und nach zusammengetragen werden. Kindergartenkinder wurden von den Tieren und von Tierdarstellungen zu eigenen Fantasiewesen inspiriert. Verschiedene Klassen befassten sich über Monate hinweg mit ihren Erfahrungen und Empfindungen während des Corona-Lockdowns.
 

 

Die Ergebnisse der Zusammenarbeit vom Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna mit einem Seniorenpflegeheim wurden als ein großes kollektives Schattenmobile und ein Erinnerungsarchiv in einer eigenen Ausstellung im Museum und im Seniorenheim präsentiert.

Das Osthaus Museum Hagen / Emil Schuhmacher Museum Hagen kooperierten gemeinsam mit der Touristeninformation M12 der HAGEN.AGENTUR. Die künstlerischen Arbeiten der Schüler:innen wurden zu einem eigenen Stadtplan zusammengefügt und im Rahmen einer Präsentation vorgestellt. Der Plan mit den Lieblingsorten der Schüler:innen – überführt in eine digitale Form – kann nun auch anderen Kindern zugänglich gemacht werden.

Die Schüler:innen, die gemeinsam mit den Kunstvermittler:innen des Gustav-Lübcke-Museum Hamm den Werkstoff Papier in all seinen Facetten kennenlernten, erstellten daraus unterschiedliche Figuren und Objekte. Die Ergebnisse wurden in der Stadtbücherei mit dem Titel „Tierische Papierwelten“ präsentiert. Eine Modeschau aus Papierkleidung „knisternd gekleidet“ folgte auf dem Bahnhofsvorplatz.

Als „Denkmal des Monats“ wurde ein Hauptwerk aus den Workshops des Museum Folkwang im Außenraum in der umgebenden Nachbarschaft ausgestellt. Jede Projektwoche endete mit einer feierlichen Eröffnung und Enthüllung der Denkmalarbeiten vor geladenen Gästen, bei der die Ergebnisse aus den auf die Gruppen zugeschnittenen Workshops gezeigt wurden.

Im Skulpturenpark des Josef-Albers Museum. Quadrat Bottrop ließen sich die Kinder von künstlerischen Werken inspirieren und schufen mit Naturmaterialien eigene, vergängliche Arbeiten im Außenraum. Eine fotografische Dokumentation der eigenen Werke fand zum Abschluss in den Vitrinen des Schulgebäudes seinen Ausstellungsraum.

Im Duisburger Kantpark zelebrierten die Schüler*innen mit ihren selbstgestalteten Höckerchen das öffentliche Miteinander. Mit den Kunstvermittler*innen des DKM Duisburg haben sie diese – inspiriert durch eine Arbeit aus der Sammlung - individuell gestaltet.


Im Stadtgarten vor der Sternwarte Recklinghausen gestalteten Berufsschüler:innen gemeinsam mit Kunstvermittler:innen der Kunsthalle Recklinghausen eine künstlerische Intervention. Eine Baumgruppe wurde mit Seilen und Flatterband zum Sternenbild „Großer Wagen.“ Schließlich befestigten die Schüler:innen an den Seilen Notizkarten, auf denen sie zuvor Informationen und Gedanken gesammelt hatten.

Das Team des Emschertal-Museums Herne eroberte mit den Sunrise Kids den Gysenbergpark. Inspiriert von den zarten Spinnennetzen bildete ein gemeinsames Happening den versponnenen Abschluss der Ferienaktion. Aus vielen gesammelten Wollknäulen entstand im grünen Park zwischen großen Bäumen ein Wollgespinnst in leuchtenden Farben. Mit Begeisterung verwebten die Kinder die Bäume und freuten sich, dass ihr Kunstwerk auch noch lange nach der Aktion für alle Parkbesucher:innen weithin sichtbar war.

Für das Abschlussprojekt des Skulpturenmuseums Glaskasten Marl wählten Schüler:innen den Straßenübergang direkt vor ihrer Schule. Für die Sicherheit beim Überqueren der Straße, ließ die Klasse dort mit Hilfe von Sprühfarben und Schablonen einen farbenfrohen Übergang aus geometrischen Zeichen entstehen. Eine andere Gruppe verlieh einem aus Steinblöcken gebauten Rondell wieder Aufenthaltsqualität durch einen frischen Anstrich mit unterschiedlichen Farben, Mustern und politischen Botschaften.

Tonarbeiten, Kaltnadelradierungen, Fotografien, Frottagen und Folienzeichnungen wurden in über 60 Solargläser unter dem Namen LICHTER DER LUISENSCHULE an den zuvor besuchten Orten – Kirche, Malschule, Grundschule und im Hof der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen – ausgestellt.

Jugendliche entwickelten zusammen mit den Kunstvermittler:innen des Märkisches Museum Witten unterschiedliche künstlerische Medien, die im Stadtraum sichtbar wurden: Neben Tape-Art auf dem Schulhof entstanden aus bunt lackierten Zollstöcken Buchstaben, mit denen eigene Botschaften in die Stadt getragen wurden.

Mit allen Sinnen erfuhren die Schüler:innn in den Workshops des Museum Ostwall im Dortmunder U ihre Stadt. Viele Experimente regten zum bewussten Wahrnehmen des Stadtraums an und motivierten, selbst einzugreifen und künstlerisch tätig zu werden. Zum Abschluss wurde der KunstAktionsRaum im Museum Ostwall im Dortmunder U mit vielen kunterbunten Ergebnissen bespielt. Riesige Papierbahnen, die in galaktischen Farben getaucht sind, hingen an den pink bespannten Schnüren. Auch ließen sich Einblicke in die vollgepackten Skizzenheften gewinnen. 

 

Würfel mit positiven Veränderungswünschen für ihr Viertel erstellten die Kinder in Zusammenarbeit mit den Kunstvermittler:innen der Flottmannhallen Herne. Diese waren anschließend im Rathaus von Herne neben dem Zimmer des Bürgermeisters und in der Seniorenresidenz Curanum zu sehen. Die entstandenen Collagen wurden bei Oskar am Kanal, einem Biergarten am Rhein-Herne-Kanal, präsentiert.


Die kreativen Ergebnisse der Schüler:innen in Gelsenkirchen wurden nach jedem Workshop klassenübergreifend im Foyer des Kunstmuseum Gelsenkirchen ausgestellt. Dabei vermischten sich die Arbeiten der einzelnen Gruppen und es entstand eine wachsende Ausstellung verschiedener Altersgruppen.
 

Im letzten Projektdurchlauf des Museum Haus Opherdicke wurden alle zuvor gesammelten Eindrücke, Erfahrungen und Erkenntnisse in einer einzigen Skulptur vereint: Die Farben, die verfremdeten Figuren, mit ihrer veränderlichen Wirkung auf die Betrachter:innen, die in den Ausstellungen angesehen wurden. Aus allen diesen Beobachtungen ist die Großskulptur „Fridolin“ entstanden, die anschließend in der Schule präsentiert wurde.

 

 

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