Museum Ostwall im Dortmunder U

Einblick #11 – Mit den Fünf Sinnen zu Zentren der Kunst

Die RuhrKunstMuseen befinden sich in der Konzeptionsphase für das neue Vermittlungsprojekt RuhrKunstUrban. 2021 starten die Workshops mit den Schulen und den Dritten Orten in den Städten des Ruhrgebiets. An dieser Stelle geben wir erste Einblicke in die Projekt-Vorbereitungen und die Vermittlungsarbeit der 21 RuhrKunstMuseen.

Mit den fünf Sinnen zu Zentren der Kunst

Seit dem Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 hat das Museum Ostwall seinen Sitz im Dortmunder U - Zentrum für Kunst und Kreativität. Der Name verrät noch den vorherigen Gründungsstandort am „Ostwall“. Die Adresse des Dortmunder U wiederrum ist nach der Gründungsrektorin des Museum Ostwall benannt: Leonie-Reygers-Terrasse. In der 4. und 5. Etage des umgebauten ehemaligen Union-Brauerei-Turms, zeigt das Museum Werke des Fluxus, Malerei des Expressionismus oder des Informel bis hin zu Foto- und Videoarbeiten der Gegenwart.
Ein Teil der Ausstellungsfläche wird im dreimonatigen Wechsel von zeitgenössischen Positionen bespielt und ist vom Treppenhaus durch große Fenster sichtbar. Das „Schaufenster“ hat einen Galeriecharakter und zeigt neue Ausstellungsformate. Auch der KunstAktionsRaum ist einsehbar und durch eine kleine Schwungtür mit den Ausstellungsräumen verbunden. An großen Tischen können die Museumbesucher*innen mit künstlerischen Materialien experimentieren und verschiedene Techniken ausprobieren.


Riechend neue Räume erkunden

Die aktuelle Sammlungspräsentation nimmt den Körper und menschliche Empfindungen in den Fokus: "Body & Soul. Denken, Fühlen, Zähneputzen". Hier möchte das Team von Regina Selter, stellvertretende Direktorin und Leitung des Bereichs Bildung und Kommunikation, ansetzen. Das Konzept, das von der Kunstvermittlerin Barbara Hlali, der Promovendin Hanna Rodewald sowie den freien Kunstvermittler*innen Udo Baggeröhr, Sabine Mattstedt, Aldina Okeric und Maika Wolff ausgearbeitet wurde, legt den Schwerpunkt auf die menschlichen fünf Sinne. Durch die Auseinandersetzung mit Kunstwerken der Sammlung sollen die Schüler*innen der Gemeinschaftshauptschule Schule am Hafen die verschiedenen Sinne wahrnehmen und schärfen. Auf ihren Wegen von der Schule zum Museum und zum Dritten Ort, dem Atelier Amore, werden sich die Schüler*innen mit dem Sehen, Riechen, Schmecken, Hören und Fühlen der städtischen Umgebung bewusst auseinandersetzen. Was stinkt hier so? Welche Geräusche macht die Stadt? Wie fühlt sich die Fassade an? Ihre Beobachtungen können sie in einem eigenen für das Projekt entworfenen Skizzenbuch festhalten.
Das Atelier Amore wird betrieben durch den Verein für urbane und bildende Künste e.V., dem auch Aldina Okeric angehört. Es ist ein Ort für interdisziplinäres Arbeiten und befindet sich im Speicher 100 am Hafen, der von unterschiedlichen kreativen Menschen genutzt wird. Die Schüler*innen werden in dem Projekt RuhrKunstUrban nicht nur ihre Stadt neu entdecken, sondern auch zwei sehr spannende Orte kennenlernen. Das Dortmunder U und der Speicher 100 sind zwei kulturelle Zentren, die in umgenutzter Architektur der Kunst neuen Raum geben und eine spartenübergreifende Auseinandersetzung mit den Künsten vorantreiben.

Stand: Oktober 2020

 

 

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