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Henry Moore

Two Pieces Reclining Figure No. 5

Recklinghausen

Andreas Ren, Bochum © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Große abstrakte Skulpturen bestimmen das Werk des englischen Bildhauers Henry Moore. Meist war der Mensch in unterschiedlichen Positionen oder auch Gruppierungen der Ausgangspunkt seiner Arbeit.
Die zweiteilige Skulptur vor dem Ruhrfestspielhaus in Recklinghausen zeigt zwei mit Abstand zueinander auf dem Sockel liegende amorphe Elemente, die jeweils eine wie durch einen Schnitt entstandene Fläche aufweisen. Die Formen sind abstrahiert, geben keine direkten Hinweise auf eine menschliche Figur. Der Titel Two Pieces Reclining Figure No. 5 verweist hingegen auf eine Figur.
In der Ausformung des hoch aufragenden Teiles sind unschwer ein Kopf mit Hals und darunter auch zwei Arme zu identifizieren. Ebenso lässt sich ein menschliches Becken mit Ansätzen von Oberschenkeln erkennen. Die Teilung des liegenden Körpers in zwei unabhängige, aber deutlich aufeinander ausgerichtete Teile unterstreicht den Abstraktionswillen des Künstlers, ohne dass er sich in der reinen Form verliert. Sein Ausgangspunkt ist der menschliche Körper, dem er in diesem Werk noch klar verbunden ist. Moore vereinfachte die Figuren und beschränkte sich auf wenige typische Merkmale. Die in den nachfolgenden Jahren entstandenen Werke waren zunehmend amorph geformt und zeigten kaum Analogien zum menschlichen Körper. Daneben beschäftigte sich Moore mit den unterschiedlichen Ausformungen von Steinen, Knochen und Wurzeln, die er in großer Zahl in seinem Atelier versammelte. Diese Inspirationsquelle nannte er »Bibliothek der natürlichen Formen«.

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