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Robert Adams

o. T.

Gelsenkirchen

Ferdinand Ullrich

Holz, Messing und Stein waren die bevorzugten Materialien des englischen Bildhauers Robert Adams. Er gehörte nach dem Zweiten Weltkrieg zur britischen Avantgarde, die sich um rein abstrakte Formen bemühte. Das monumentale Relief am Musiktheater in Gelsenkirchen bildet den Sockel für einen der bedeutendsten Nachkriegsbauten, den Werner Ruhnau Ende der 1950er-Jahre als Theater entworfen hat.
Durch ein raffiniertes Spiel von konstruktiven Formen entsteht trotz aller Massivität der Eindruck von Bewegung und Leichtigkeit. Im Wechsel von vertikalen und horizontalen Formen entwickelt sich ein dynamisches Licht-Schatten-Spiel. In seiner dramatischen Wirkung passt es exzellent zum Baukörper des Theaters und bildet einen effektvollen Auftakt für die Theaterbesucher. Zugleich ist der Sockel auch wie ein Vorhang, hinter dem die offen-transparente Architektur auf ihren Auftritt wartet. Kulisse und Staffage, wichtige dramaturgische Prinzipien des Theaters, werden auf diese Weise künstlerisch und architektonisch eingeführt. So kann man das Spiel der abstrakten Formen als Einstimmung und Auftakt für das Geschehen auf der Bühne sehen. Oder: eine Art Theater für jeden Tag und jeden Passanten. Das Betonrelief von Robert Adams ist ein Bestandteil im Ensemble weiterer Kunstwerke am und im Theater: Arbeiten von Norbert Kricke, Jean Tinguely und die fast schon legendäre Wandgestaltung von Yves Klein im Inneren.

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