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Carl Fredrik Reuterswärd

Non Violence

Marl

Andreas Ren, Bochum © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Die Forderung nach Gewaltverzicht bestimmt die internationale Friedensbewegung seit dem Ende des Ersten Weltkriegs 1918. In den späten 1960er-Jahren bekam sie einen Aufschwung, der unter anderem in den legendären und medienwirksamen Bed ins von John Lennon und Yoko Ono seinen Ausdruck fand. Dabei sang Lennon den Song Give Peace a Chance und motivierte damit den schwedischen Bildhauer Carl Fredrik Reuterswärd, mit dem er befreundet war, zu einer ersten Serie von kleinen Arbeiten, die dieser Non Violence (Keine Gewalt) nannte.
Nach der Ermordung Lennons 1980 entstanden dann großformatigere Skulpturen, die einen Revolver mit verknotetem Lauf zeigten. Die an die Formensprache der Pop Art erinnernden Waffendarstellungen sind zum Symbol der Gewaltlosigkeit geworden und lassen keinen Zweifel an der Botschaft. Die unmittelbar verständliche Symbolik wirkt in jeder Hinsicht »entwaffnend«. Die Skulptur in Marl ist gleich doppelt verknotet und erscheint damit wie eine Bekräftigung der ersten Fassungen. Gegenwärtig stehen an weltweit sechzehn Orten Non Violence-Skulpturen in unterschiedlicher Größe – mal mit und bei den größeren Versionen auch ohne Sockel –, so beispielsweise vor dem UN-Hauptquartier in New York, im schwedischen Malmö und in Luxemburg. Kopien befinden sich unter anderem in Berlin, Caen, Göteborg und Stockholm. Die Fassung in Marl wurde 2012 vom Künstler und der Stiftung Carl Fredrik Reuterswärd dem Museum Glaskasten geschenkt. Bereits 1993 initiierte Reuterswärd das Non Violence- Projekt in Stockholm. Das Ziel dieser Bewegung war, jugendliche Gewalt zu bekämpfen und die Gesellschaft so zu verändern, dass Jugendliche ihre Probleme auf friedliche Weise lösen lernen. Symbol dieser Bewegung wurde die verknotete Pistole von Carl Fredrik Reuterswärd.

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