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Welche Farbe hat...?

55 Jahre Städtische Malschule Oberhausen

LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen, Oberhausen

Mittwochs oder donnerstags in der Malschule @ Malschule Oberhausen
Vernissage
22. May 2022 15:00

Kinder und Jugendliche zeigen im Kleinen Haus der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen Gemaltes, Gezeichnetes, Gedrucktes, Geklebtes, Geformtes.

Alles Farbe oder was? Jeder kann vorbeikommen und einfach ausprobieren!
Mit der Ausstellung taucht das Team der Malschule mit den BesucherInnen in die Welt der Farben ein. Während der gesamten Laufzeit gibt an jedem Samstag, Sonntag und Feiertag eine Farb-Spektakel-Mitmach-Zeit von 15 bis 16.30 Uhr. Es wird in die Welt der Farben eingetaucht: Aquarellfarben / Acrylfarben / Linoldruckfarben / Pflanzenfarben / Farbengeschichten / Farbflächen / Farbtupfer / Farbverläufe / Farbskalen / Farbpaletten / Farbdrucke / Klangfarben / Farbkontraste / Farbenflut / Farbenrausch ... Und es wird gefragt: „Welche Farbe hat …?“ … der Wind? ... das Wasser? ... der Himmel? ... das Licht? ... ein Spiegel? ... gute Laune? ... Frieden? ... dein Traum? ... das Glück? ... dein Wunsch?
Für Kindergärten und Schulklassen gibt es einen 90-minütigen Ausstellungsrundgang mit Workshop.

Vor 55 Jahren, am 16. Februar 1967, startet in der damaligen Städtischen Galerie Schloss Oberhausen mit 25 Mädchen und Jungen ein ungewöhnliches „Experiment“: „Die Malschule für Kinder und Jugendliche“. Heute sind rund 150 Kinder und Jugendliche in 15 Kursen auf der Grevenstraße, in der Glück-Auf-Schule, in der Heinrich-Böll-Gesamtschule und in der Gesamtschule Weierheide aktiv. Sie zeichnen, malen, drucken, kleben, formen, bauen – fantasievoll und selbstständig. Die Materialien reichen vom Bleistift bis zur Ölfarbe, von der Schere bis zum Draht, von der Digitalkamera bis zum Layoutprogramm. KunstvermittlerInnen, KünstlerInnen und DesignerInnen leiten die Kurse. Beim Museumsbesuch in der LUDWIGGALERIE finden die MalschülerInnen Ideen für die eigene Kreativität.

Als der Plan einer Malschule in der Städtischen Galerie Ende 1966 erstmals auftaucht, ist er nur einer von fast 30 Vorschlägen, die Dr. Herbert Griebitzsch, der damals bereits seit 20 Jahren das Museum leitet, zur Belebung des allgemeinen Interesses an Kunst und Kultur macht. „Es zeigte sich, dass er auf dem richtigen Wege war: Nicht nur die Besucherzahlen sind in diesem Jahr etwa um 50 % gestiegen, sondern auch die jungen Maleleven erweisen sich als neue Interessenten…“, schreibt die WAZ 1967 über das ungewöhnliche „Experiment“. Eine Malschule als Lernort im Museum – das gibt es in den Anfängen der Museumspädagogik nur in ein paar wenigen großen Museen oder in Verbindung mit Kunsthochschulen. Und eben auch im Oberhausener Schloss.

Im Februar 1967 greifen die ersten Kinder im zweiten Stock der Galerie zu Pinsel und Stift. Jürgen Hinninghofen, der die Malschule jahrzehntelang leiten wird, und Klaus Pfotenhauer übernehmen die Kurse. Viele heute künstlerisch arbeitende Oberhausener, wie der Zeichner Manfred Gliedt, die Bildhauerin und Malerin Claudia Buch oder der Underground-Comic-Zeichner Steff Murschetz besuchen als Kinder die Einrichtung.
Mehrfach verlagert die Malschule ihren Standort, zieht aus dem Schloss nach Alt-Oberhausen und hat seit vielen Jahren ihren Hauptsitz an der Grenzstraße. Der enge Kontakt zum Schloss bricht aber nie ab. Ursula Bendorf-Depenbrock, seit bald 20 Jahren Leiterin der Malschule, verbindet mit großem Engagement die Belange der Malschule mit der Museumspädagogik der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen, die sie zusammen mit Sabine Falkenbach erfolgreich leitet. Heute ist die Malschule nicht mehr wegzudenken aus der kulturellen Bildungs-Landschaft der Stadt.

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