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Ursula Hirsch. Vor aller Augen

Zeichnungen und Collagen

Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, Mülheim an der Ruhr

© 2022 Ursula Hirsch © Foto: 2022 Alexander Voß
Vernissage
13. March 2022 11:00

Die Einzelausstellung präsentiert Zeichnungen und Collagen aus dem Werk der Ruhrpreisträgerin Ursula Hirsch. Die Werke sind Teil der Schenkung, die die 1929 in Düsseldorf geborene Künstlerin dem Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr und seiner öffentlichen Sammlung 2019 vermachte.

Im Fokus stehen Papierarbeiten aus den späteren Jahren, in denen sich ihre Auseinandersetzung mit der Technik der Collage intensivierte. Ursula Hirsch, die als ausgebildete Glasmalerin mit konstruktiv-geometrischen Gestaltungen hervortrat, erweiterte analog zu dieser Technik auch ihr Spektrum an Themen und Motiven.

Eine besondere Bedeutung nimmt in der Ausstellung die 13-teilige Collage-Serie sich erinnern ein. Sie entstand 1988 unter dem Eindruck der 50. Wiederkehr der Reichspogromnacht. In der Technik der Collage ausgeführt, reflektiert die Künstlerin auf die gewalttägigen Ausschreitungen gegen jüdische Mitbürger*innen vom 9. auf den 10. November 1938. Diese vom nationalsozialistischen Regime gelenkten Übergriffe, die vor allen Augen standfanden, erlebte sie als neunjähriges Kind in den Straßen Duisburgs mit. Ein autobiografischer Text führt in diese besondere Form der Erinnerungsarbeit ein.

Ursula Hirsch gehört zur Generation der vor dem Zweiten Weltkrieg geborenen Künstler*innen und somit zu den letzten noch lebenden Zeitzeugen. Überregional bekannt als Partnerin und Nachlassverwalterin des Werkes von Werner Graeff, ist ihr umfangreiches malerisches und zeichnerisches Werk noch zu entdecken.

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