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Raum & Objekt XVI

Kunst & KUNSTstoffe

Kunstmuseum Gelsenkirchen, Gelsenkirchen

© Kunstverein Gelsenkirchen

Bis ins ausgehende 19. Jahrhundert hatte die Bildende Kunst ausschließlich eine abbildende oder repräsentative Funktion, sie war also immer auf einen außerhalb des Kunstwerkes selbst existierenden Gegenstand oder Realität bezogen. Erst mit der Entwicklung der Klassischen Moderne seit Anfang des 20. Jahrhunderts traten mehr und mehr formale Aspekte in den Vordergrund: das Interesse der Künstlerinnen und Künstler richtete sich jetzt verstärkt auf die Bedingungen, die Ausdrucksmöglichkeiten und die Materialien des Kunstschaffens selbst.

Ein Gemälde konnte nun nicht mehr nur aus traditioneller Ölfarbe, eine Skulptur nicht mehr nur aus Stein, Holz oder Bronze gefertigt werden, sondern die Künstler erschlossen sich viele neue und ungewöhnliche Materialien wie Fundstücke aus dem Alltagsleben, industrielle Werk und Kunststoffe, mit ihrer Vielzahl neuer Gestaltungs- und Ausdrucksmöglichkeiten für ihr Schaffen.

Seit dem Bau des Musiktheaters Ende der 50er Jahre mit seiner innovativen künstlerischen Ausgestaltung hielten auch in Gelsenkirchen diese neuen Materialien und Tendenzen ihren Einzug. Künstler wie Ferdinand Spindel, Günter Tollmann, Rolf Glasmeier und viele andere verwendeten seit Anfang der 60er Jahre verstärkt Schaumstoff, Spiegel, industrielle Fertigprodukte und ähnliches für ihr künstlerisches Schaffen.

Die Ausstellung „Kunst und Kunststoffe“ des Kunstvereins Gelsenkirchen im Rahmen der Reihe „Raum und Objekt“ möchte nun einen Einblick in die aktuelle Verwendung von Kunststoffen für die künstlerische Arbeit präsentieren. Dazu wurden 9 Positionen von Künstlerinnen und Künstlern ausgewählt, deren Fokus auf der Verwendung unterschiedlichster Kunststoffe liegt.

Mit Mathias Lanfer, Heiligenhaus; Bert Didillon, Köln; Ulrike Kessl, Düsseldorf; Danuta Karsten, Recklinghausen; David Rauer, Osnabrück; Barbara Koch, Dortmund; Paul Schwer, Düsseldorf; Dagmar Lutz, Köln und Dorothee Golz, Wien.

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