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Parallelprozess

Jan Kolata und Paul Schwer

LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen, Oberhausen

Jan Kolata, Malprozess im Atelier © Foto Ulrich Baatz, Düsseldorf
Vernissage
24. July 2022 12:00

Der Kunstverein Oberhausen stellt in seiner Projektreihe PARALLEL in der Panoramagalerie und dem Kabinett der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen JAN KOLATA und PAUL SCHWER mit der Ausstellung Parallelprozess vor.
Jan Kolata entwickelt aus dem Wechselspiel von Bildräumlichkeit und Realraum die Ansätze für sein Schaffen. In diesem Zusammenhang nimmt die Untersuchung von Farbwirkungen und räumlichen Phänomenen der Farbe eine zentrale Rolle ein. Kolata bearbeitet die Leinwand, die auch schon mal drei mal acht Meter messen kann, auf dem Boden. Mit dem Flächenstreicher bringt er Farbschicht auf Farbschicht auf. Häufig schimmern zuunterst liegende Farbschichten durch und veranschaulichen so den Arbeitsprozess. „Nicht die Außenmaße eines Bildes spiegeln für mich die entscheidende Rolle, wichtig ist vielmehr, wie sich der Raum in den Bildern entwickelt“, so der Künstler. Kolatas Bilder zeigen die intensive Auseinandersetzung mit den Bedingungen der Malerei. Er bewegt sich dabei zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Eine gestische Malerei in fast expressivem Duktus, die ihre Vorbedingung auch in der informellen Malerei findet.
Jan Kolata lebt und arbeitet in Düsseldorf. Von 1970–1977 studiert er an der Kunstakademie Düsseldorf, ab 1975 ist er Meisterschüler von Erich Reusch. Es folgen mehrere Lehraufträge. Von 2006 bis zu seiner Emeritierung 2016 ist er Professor für Malerei an der TU Dortmund. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.

Ob als Bildhauer, Installationskünstler oder als Glasmaler bezeichnet – Paul Schwer experimentiert mit den Wirkungen von Material, Farbe, Form und Licht. Seine Werke sind vielfältig und komplex. Überlegungen, Assoziationen und Gedankenspiele fließen zu einem plastischen Kosmos zusammen. Dadurch ist gewährleistet, dass die daraus entstehenden Skulpturen ein Zeugnis einer malerischen Untersuchung und von hoher Subjektivität geprägt sind. Die Materialien dabei sind farbig bemaltes Plexiglas oder PET, aus denen unter Einfluss von Hitze verschlungene Objekte entstehen. Die farbintensiven Objekte greifen mit beeindruckender Präsenz in den Raum und fordern die BetrachterInnen auf, im Gegenüber ihre eigene Position zu finden.

Paul Schwer studiert von 1981–1988 an der Kunstakademie Düsseldorf und ist Meisterschüler unter Erwin Heerich. Seit 2007 ist er als Gastdozent an der Kunstakademie Münster tätig. Er lebt und arbeitet in Düsseldorf. Seine Arbeiten werden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt.
Die beiden Künstler kreieren in der Panoramagalerie und im Kabinett des Kleinen Hauses der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen einen Ausstellungsraum, in dem sich Malerei und Installation begegnen. Inwieweit die beiden harmonisch oder auch diskursiv aufeinandertreffen – darauf darf man gespannt sein.
Das Projekt PARALLEL des Kunstverein Oberhausen zeigt jährlich im Sommer namhafte KünstlerInnen der zeitgenössischen Kunst, akzentuiert und reduziert durch eine Auswahl von Schlüsselwerken.
Nähere Informationen zu der Ausstellung gibt es unter www.kunstverein-oberhausen.de

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