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Marc Chagall – Die Bibelillustration

Kunstmuseum Gelsenkirchen, Gelsenkirchen

© VG-Bild Kunst. 2021

„Und dann denke ich bei mir: wenn ich kein Jude wäre (mit dem Sinn, dem ich diesem Wort gebe), dann wäre ich kein Künstler oder ein ganz anderer geworden."

Anlässlich des Jubiläumsjahres '1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland' zeigt das Kunstmuseum Gelsenkirchen 10 Originallithographien Marc Chagalls, in denen er sich intensiv mit dem Alten Testament, oder vielmehr dem Tanach auseinandersetzte.

Chagall, Sohn weißrussischer, chassidischer Juden, reiste 1910 erstmals nach Paris und freundete sich dort mit zahlreichen Künstler*innen der Avantgarde an. Während des ersten Weltkriegs lebte er wieder in Weißrussland, bevor er vor der Oktoberrevolution nach Berlin floh, wo er einige Zeit arbeitetet und lebte. Der Künstler erlernte dort die Technik der Lithographie.

Seit den 1930er Jahren hatte Chagall sich mit Darstellungen des Tanach beschäftigt. Eine Studienreise nach Palästina und die Ermutigung seines Freundes und Verlegers Ambroise Vollard hatten ihn zu dieser Arbeit ermutigt, die er jedoch erst 1956 vollendete. Die intensive Auseinandersetzung mit der Bibel, die nach Chagalls Angaben schon in seiner frühen Jugend begann, wird in den Werken ersichtlich. Nicht nur die spezielle Auswahl der Themen, sondern auch die sehr detailreiche und ausdrucksstarke Darstellung zeugt davon. Seine Bildwelt ist nicht nur in den Darstellungen des Tanach geprägt von der jüdisch-chassidischen Erzähltradition, die er immer wieder als wichtige Quelle seiner Inspiration kundtat.

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