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Friederike Klotz – INWIEFERNO

Raum- und Soundinstallationen ∙ Fotografie ∙ kinetische Objekte

Kunstmuseum Bochum, Bochum

© Christian Muhrbeck

Die in Berlin lebende Künstlerin Friederike Klotz entwirft in ihrer Ausstellung eine Art von Experimentierlabor, in dem menschliches Verhalten, die Steuerung von Gruppendynamiken, und Formen von zukünftiger Entwicklung von Stadt, Natur und Gesellschaft untersucht werden. Dreidimensionale Raum- und Wandobjekte lassen komplexe Welten entstehen, die sich durch verschiedene optische Phänomene, Verfremdungseffekte, Vergrößerungen, Miniaturisierung, Spiegelungen und Bewegung, immer wieder einer präzisen Erfassung durch den Betrachter entziehen. Die kinetischen Objekte, Klangskulpturen, Zeichnungen und Collagen führen uns ein durchaus beklemmendes Universum im Miniaturformat vor Augen, in dem anonyme, ihrer Individualität entledigte Figuren von unsichtbarer Hand gesteuert erscheinen. Aus einfachsten Materialien, häufig alltägliche Plastikverpackungen und Fundstücke, entwickelt Friederike Klotz vielschichtige Anschauungsmodelle, die durchaus das Potenzial besitzen, aktuelle Fragen nach dem Zustand einer total kontrollierten und durch elektronische Systeme überwachten Gesellschaft zu provozieren.

"In den Werken von Friederike Klotz spielen gesellschaftlichen Zukunftsvisio­nen eine große Rolle. Sie fängt diese Ideen in den unterschiedlichsten Medien ein: In geschichteten Zeichnungen, Klangbasierten oder kybernetischen Skulpturen. Frühere transparente Objekte sind zugleich Innen- und Außenräume und stellten da­mit Fragen nach der gegenseitigen Durchdringung des Privaten und des Öffentlichen. Ihre Objekte beschäftigen sich darüber hinaus mit dem System der Disziplinierung durch ständige gegenseitige Beobachtung. In ihren Arbeiten wird der Betrachter zum Mitwisser und Mitspieler. Friederike Klotz regt dadurch zum Nachdenken über Identität und die Verortung des eigenen Selbst im Kollektiven an." – Sandra Dichtl

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