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FOLKWANG-REFLEXE

Eine Präsentation zum 100. Todestag des Folkwang-Gründers Karl Ernst Osthaus

Osthaus Museum Hagen, Hagen

Nachlass Osthaus

„In Meran verschied nach schwerem Leiden am Ostersonntag der Gründer und Leiter des Museums Folkwang Dr. Ing. h.c. et phil. Karl Ernst Osthaus,“ lautete der Text der Todesanzeige in der lokalen und überregionalen Presse Ende März 1921, gefolgt von einer Würdigung seines Schaffens: „Seine ungewöhnliche Hingabe an alle Fragen des kulturellen und künstlerischen Lebens, seine aufopfernde Tatkraft und sein verantwortungsfreudiger Idealismus sichern ihm über die Grenzen der Jetztzeit und Deutschlands hinaus als leuchtendes Vorbild ein bleibendes Andenken.“

Karl Ernst Osthaus (*1874) war am 27. März 1921 in Meran in Südtirol gestorben, wo er auf Anraten seiner Ärzte zur Linderung seiner fortgeschrittenen Kehlkopftuberkulose weilte. Er wurde auf dem Evangelischen Friedhof zu Meran beigesetzt.

Das Osthaus Museum Hagen würdigt das Andenken an seinen Namensgeber mit der Ausstellung „Folkwang-Reflexe“ in der historischen Folkwang-Brunnenhalle, die ab dem 27. März bis zum Jahresende präsentiert wird. Obwohl die Folkwang-Sammlung nach Osthaus‘ Tod von seiner Familie an die Stadt Essen verkauft wurde, lassen sich heute einige Werke aus der historischen Folkwang-Sammlung in der Sammlung des Osthaus Museums Hagen finden und mit den Objekten im Katalog des Folkwang aus dem Jahr 1912 identifizieren. Zu diesen gehören beispielsweise das große Wandbild aus dem ehemaligen Folkwang-Musiksaal von Emil Rudolf Weiss wie auch Gemälde und Grafiken von Christian Rohlfs oder Radierungen von Käthe Kollwitz sowie der berühmte „Schwanenteppich“ von Otto Eckmann. Gezeigt wird auch ein steinerner Buddhakopf aus dem Privatbesitz von Osthaus, der auf sein Konzept der Entwicklung eines Weltkunstmuseums verweist. Dieser konnte durch eine Schenkung des Karl Ernst Osthaus Bundes zurückerworben werden.

Einen zeitgenössischen Reflex der historischen Hagener Folkwang-Sammlung bietet die Arbeit „Salon de Fleurus: Moderne Kunst aus dem Museum Folkwang“. Sie besteht aus 26 kleinformatigen Gemälden, die Ansichten des historischen Folkwang-Bildersaales sowie die darin präsentierten Hauptwerke widergeben.

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