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Leihgabe aus Privatbesitz (c) Situation Kunst

Erich Reusch wäre in diesem Jahr 95 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass und im Rückblick auf eine langjährige Verbundenheit und Wertschätzung plante die Stiftung Situation Kunst gemeinsam mit ihm eine Ausstellung, die den Bogen von frühesten Reliefs bis hin zu seinen neuesten, überwiegend explosiv farbigen Bildern spannen sollte. Nachdem Erich Reusch die Konzeption der Ausstellung mit der ihm eigenen Intensität und Gestaltungskraft anfangs rege begleitet hatte, starb er am 29. Dezember 2019 nach längerer Krankheit. Seitdem war und ist es der Stiftung Situation Kunst ein wesentliches Anliegen, die Ausstellung so weit wie möglich in seinem Sinn umzusetzen und damit sein beeindruckendes Werk von beinahe 70 Jahren im Bewusstsein zu halten.

Die Auseinandersetzung mit Raum und Räumlichkeit, deren Implikationen er in oft mehrteiligen Skulpturen, Malerei, Zeichnung, Environments und Klanginstallationen untersucht und neu definiert, ist ein zentrales Thema in den Werken von Erich Reusch. Den Meisten wird der Künstler durch seine seit den 1970er Jahren aus Plexiglas und Ruß geschaffenen elektrostatischen Objekte bekannt sein, die in der Ausstellung in charakteristischen Varianten vertreten sind. Sie schaffen einen sichtbaren, aber unzugänglichen Raum, sind Objekte an sich und bestimmen in ihrer durchscheinenden Präsenz doch auch das gesamte Umfeld neu. Durch die wechselnde elektrostatische Aufladung befinden sich diese Werke in einem ständigen Prozess der Veränderung, der Ruß an den Innenwänden wird in Bewegung gesetzt und erzeugt immer neue Formationen.

Die Ausstellung umfasst rund 55 Werke, darunter Leihgaben u.a. von der Adolf-Luther-Stiftung Krefeld, dem Museum DKM Duisburg, den Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum: Museum moderner und zeitgenössischer Kunst, der Sammlung Peter Raue sowie aus privaten Sammlungen.

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