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MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg

Einblick #20 – Zeit, Geschichte und Geschehen

Die RuhrKunstMuseen befinden sich in der Konzeptionsphase für das neue Vermittlungsprojekt RuhrKunstUrban. 2021 starten die Workshops mit den Schulen und den Dritten Orten in den Städten des Ruhrgebiets. An dieser Stelle geben wir erste Einblicke in die Projekt-Vorbereitungen und die Vermittlungsarbeit der 21 RuhrKunstMuseen.

Zeit, Geschichte und Geschehen

Direkt am Duisburger Innenhafen befindet sich in einem umgebauten Getreidespeicher eines der größten deutschen Privatmuseen. Das MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst zeigt auf 2.500 qm die umfangreiche Sammlung von Sylvia und Ulrich Ströher, die herausragende Kunst nach 1945 vereint. Hinzu kommen regelmäßig wechselnde Retrospektiven und Gruppenausstellungen.

Die Architekten Herzog & de Meuron haben das 1972 stillgelegte Speichergebäude mit seiner denkmalgeschützten Backsteinfassade umgebaut und einen spektakulären Treppenturm hinzugefügt. Das Museum wurde im Jahre 1999 eröffnet und wird von der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. in Bonn betrieben. Derzeit wird das markante Industriedenkmal um einen Ergänzungsbau erweitert, der in diesem Jahr eröffnet werden soll.

Reaktionen auf die Welt

Im Projekt RuhrKunstUrban möchte die Kunstvermittlerin Prisca Wensch gemeinsam mit ihren freiberuflichen Kolleginnen Vivien Beer, Sabine Falkenbach, Suria Kassimi und Emilia Sliwinski den Blick auf die künstlerischen Reaktionen auf Ereignisse, Umbrüche und Konventionen der Vergangenheit und Gegenwart richten. Die Sammlung stellt für die Schüler*innen den Ausgangspunkt in den Workshops dar. Viele der präsentierten Künstler*innen wagten nach Unterdrückung, Rassismus und Kriegserfahrung den Neuanfang, andere appellieren an den Verstand oder machen auf die Zerstörung der Natur durch den Menschen aufmerksam. Was erzählen die Werke vom Umgang und der Verarbeitung individueller Erlebnisse? Wie haben Künstler*innen auf gesellschaftliche Änderungen und Vorgaben reagiert? Die Wege reichen von einer Kommentierung der Geschehnisse über eine Abwendung des bisherigen Formen -, Farben- und Kompositionsrepertoires bis hin zur Erschaffung von Phantasiewelten. Inspiriert durch den Widerstand gegenüber vorherrschenden Konventionen und den Mut der Künstler*innen, neue Wege zu gehen, sollen sich die Schüler*innen selbst fragen: Was bewegt mich? Wie kann ich als Individuum künstlerisch auf Situationen, Ereignisse oder Umstände reagieren?

Bei den drei teilnehmenden Kursen aus dem 6., 11. und 12. Jahrgang des Mercator Gymnasiums werden verschiedene inhaltliche Schwerpunkte im Fokus stehen, die sich an den curricularen Vorgaben und den Interessen der Schüler*innen orientieren. Das Anti-Rassismus Informations-Centrum, ARIC-NRW e.V., die Maßnahmen und Regelungen zur Gleichstellung gegen rassistische Diskriminierung in unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft etablieren, wird als Dritter Ort hierbei wichtige Impulse geben. Die reflexive Auseinandersetzung mit eigenen Fragen und Erfahrungen zum Thema stellt ein zentrales Anliegen der Workshops dar.

Stand: März 2021

 

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