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Flottmann-Hallen Herne

Einblick #02 – Vergangenheit trifft Zukunft

Die RuhrKunstMuseen befinden sich in der Konzeptionsphase für das neue Vermittlungsprojekt RuhrKunstUrban. 2021 starten die Workshops mit den Schulen und den Dritten Orten in den Städten des Ruhrgebiets. An dieser Stelle geben wir erste Einblicke in die Projekt-Vorbereitungen und die Vermittlungsarbeit der 21 RuhrKunstMuseen.

Vergangenheit Trifft Zukunft


Die Adresse der Flottmann-Hallen verweist noch auf die Vergangenheit des Kulturzentrums: Straße des Bohrhammers 5. Von 1908 bis 1983 wurden hier spezielle Maschinen und Werkzeuge für den Bergbau hergestellt und nach der Werksaufgabe ein Großteil der weitläufigen Industrieanlage abgerissen. Lediglich die ehemalige Ausstellungs- und Versandhalle, die Schmiede und die Schlosserei wurden unter Denkmalschutz gestellt und bieten heute Raum für Kunst und Kultur. 
Im Projekt RuhrKunstUrban wird die Geschichte des beeindruckenden Ortes ein wichtiges Thema sein. Wie haben sich das Areal der Flottmann-Werke und die angrenzenden Viertel in den vergangenen 120 Jahren verändert?
Jutta Laurinat ist in den Flottmann-Hallen für den Bereich Bildende Kunst zuständig, unter ihrer Leitung entwickeln Erika Porsch und Falko Herlemann Konzepte für die Kunstvermittlung. Über Bilder und Erzählungen möchten sie sich mit den teilnehmenden Schüler*innen intensiv mit den vergangenen Entwicklungen des Ortes und der Frage, wie sie das Viertel rund um ihre Schule zukünftig aktiv mitgestaltet können, auseinandersetzen. 

 

Viel zu entdecken

Als eine Inspiration kann die lange, von großen Drachen und Schlangen gezierte Mauer dienen, welche die Einfahrtstraße und den angrenzenden Parkplatz säumt. Artur Fast hat die Elemente dem imposanten ehemaligen Werkseinfahrts-Tor entnommen, diese neu arrangiert und 2018 in Form eines Graffito mit Sprühdosen auf die Wand gebracht.
Auch der weitläufige Skulpturenpark, der seit 2004 in zweifacher Hinsicht stetig wächst, ist ein Beispiel für einen gelungenen Wandel: Nachdem die Fabrikerde abgetragen wurde, entstand eine Anlage mit einer vielseitigen Landschaft aus Bäumen, Büschen, Blumen und Wildkräutern, die gemeinsam mit dem BUND konzipiert wurde und mittlerweile Standort für skulpturale Arbeiten diverser Künstler*innen ist. Die Werke greifen Bezüge zum Ort auf, arbeiten mit Blickachsen oder architektonischen Besonderheiten, andere nutzen die Wirkung und Qualität von Stahl und Eisen. Jedes Jahr kommen neue Arbeiten hinzu. Das Arrangement der Skulpturen lädt zum Entdecken von Kunst und Natur sowie dessen Zusammenspiel ein. Erika Porsch betont, dass es ihr sehr wichtig ist, mit den Schüler*innen gemeinsam über einen geeigneten Ort und die Form der Präsentation der entstehenden Arbeiten nachzudenken. Die Künstlerzeche Unser Fritz sowie der Treffpunkt Eickel bieten als Dritte Orte viel Raum und Möglichkeiten. Zum Ende der Projektlaufzeit ist bereits eine Ausstellung der Ergebnisse im Herner Rathaus angedacht.

Stand: Juli 2020 

 

 

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