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Emschertal-Museum Herne: Städtische Galerie

Einblick #13 – Mensch und Tier im urbanen Raum

Die RuhrKunstMuseen befinden sich in der Konzeptionsphase für das neue Vermittlungsprojekt RuhrKunstUrban. 2021 starten die Workshops mit den Schulen und den Dritten Orten in den Städten des Ruhrgebiets. An dieser Stelle geben wir erste Einblicke in die Projekt-Vorbereitungen und die Vermittlungsarbeit der 21 RuhrKunstMuseen.

Mensch und Tier im urbanen Raum

Das Emschertal-Museum in Herne vereint vier besondere Ausstellungsorte: Das eindrucksvolle Schloss Strünkede wurde im 13. Jahrhundert zunächst als Burg erbaut und wandelte sich über die Jahrhunderte in Form und Funktion immer wieder. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging das heutige Wasserschloss in den Besitz der Stadt Herne über und beherbergt aktuell eine Dauerausstellung zur Ur- und Frühgeschichte, Volkskunde und Stadtgeschichte sowie wechselnde Sonderausstellungen. Das Heimatmuseum Unser Fritz beschäftigt sich mit der Sozialgeschichte von Herne und Wanne-Eickel und ist heute in der ehemaligen Volksschule des Herner Stadtteiles Unser Fritz untergebracht. 2017 ist der Alte Wartesaal im Herner Bahnhof als weiterer Ausstellungs- sowie Veranstaltungsort des Emschertal-Museums hinzugekommen. Die Städtische Galerie im Schlosspark Strünkede ist der Ort, an dem seit 1978 vornehmlich Kunstausstellungen präsentiert werden. Die herrschaftliche Jugendstil-Villa liegt in unmittelbarer Nähe zum Schloss Strünkede und wurde von der Adelsfamilie von Forell 1896 zu Wohnzwecken erbaut, als das Schloss durch Bergschäden unbewohnbar wurde. Zur Sammlung des Emschertal-Museums gehören über 3.500 Arbeiten auf Papier, darunter viele Zeichnungen, sowie Werke international wie regional bedeutender Künstler*innen.


Geschichten von Pferden und Tauben

Für das Projekt RuhrKunstUrban haben die Kunstvermittlerin Andrea Prislan und ihre freien Kolleginnen Ingrid Janssen und Daniela Gerull-Haas das Thema „Mensch und Tier im urbanen Raum“ gewählt. Sie arbeiten mit dem Haus der Natur in Herne zusammen. Die biologische Station des östlichen Ruhrgebiets vereint verschiedene Umwelt- und Naturschutzverbände unter einem Dach. Als weiterer Kooperationspartner ist der Verein Sunrise-Ruhr involviert. Sunrise-Ruhr e.V. betreut 35 sozial- und lernbenachteiligte Schüler*innen außerhalb des Unterrichts. Die meisten Jugendlichen gehen auf eine Förderschule und kommen aus unterschiedlichen Jahrgängen. In den Workshops, die vor allem am Nachmittag oder in den Ferien stattfinden werden, wird es um verschiedene Tiere und ihre historischen Bezüge zum Ruhrgebiet gehen. Impulsgebend sind verschiedene Tierdarstellungen des städtischen Kunstbesitzes und der kulturhistorischen Sammlung des Emschertal-Museums. Die Gruppen werden das letzte Grubenpferd, die wichtige Aufgabe der Kanarienvögel unter Tage und die Bedeutung des Taubenzüchtens für die Bergleute kennenlernen. Die Taube galt früher als das „Rennpferd des kleinen Mannes“ und die Teilnahme an Wettkämpfen war keine Seltenheit. Mit Schnellskizzen und Polaroid auf der Pirsch nähern sich die Schüler*innen den Tieren in ihrer nächsten Umgebung. Zudem können sie mit Passant*innen in Kontakt kommen und in kleinen Interviews Geschichten über Tiere, Menschen und besondere Orte im Ruhrgebiet sammeln. Ihre Eindrücke machen die Schüler*innen mit eigenen künstlerischen Interventionen im Stadtraum sichtbar. 

Stand: Januar 2021

 

 

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