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Kunsthalle Recklinghausen

Einblick #10 – Mauern und Sterne

Die RuhrKunstMuseen befinden sich in der Konzeptionsphase für das neue Vermittlungsprojekt RuhrKunstUrban. 2021 starten die Workshops mit den Schulen und den Dritten Orten in den Städten des Ruhrgebiets. An dieser Stelle geben wir erste Einblicke in die Projekt-Vorbereitungen und die Vermittlungsarbeit der 21 RuhrKunstMuseen.

Mauern und Sterne

In einem ehemaligen Hochbunker direkt am Hauptbahnhof wurde nach Kriegsende das städtische Ausstellungshaus eröffnet. Von Beginn an gehörte es zum Programm, die 1947 gegründeten Ruhrfestspiele durch Kunstausstellungen zu erweitern. Die Künstlergruppe „junger westen“, die von 1948 bis 1962 bestand, gründete sich in Recklinghausen und wurde von der Kunsthalle von Anfang an gefördert. Nach ihr ist auch der städtische Kunstpreis benannt, der bis heute alle zwei Jahre an Nachwuchskünstler*innen vergeben wird. Das farbenfrohe, dynamische Werk „spiel stop“ von Uğur Ulusoy, Preisträger von 2019, im Foyer der Kunsthalle steht im auffälligen Kontrast zu der Außenwirkung des Gebäudes. Die massiven Mauern und die graue Fassade lassen die Architektur kühl, stabil und gradlinig wirken. Im Inneren erstreckt sich der Ausstellungsraum über drei Etagen. Mit wenig einfallendem Tageslicht, glatten dunklen Fliesenböden und Neonröhren-Beleuchtung stellen die Ausstellungsräume den idealen White Cube dar – die Kunst entfaltet ihre Wirkung isoliert von der Außenwelt.

Den Blick weiten


Vielleicht haben die freien Kunstvermittler*innen Marieke Noordman und Andries Heuts sich gerade deshalb einen Dritten Ort ausgesucht, an dem sie zusammen mit den Schüler*innen den Blick weit ins Universum richten können: Die Westfälische Volkssternwarte und das Planetarium Recklinghausen sind als Kooperationspartner im Projekt RuhrKunstUrban dabei. Mitten im Stadtgarten gelegen ist auch dies ein Gegensatz zur städtischen Umgebung der Kunsthalle. Zur Sternwarte gehört auch das „Erlebnisfeld der Sinne“. Auf dem Außengelände im Park können zum Beispiel am Summstein, im Kletterglobus oder auf dem Planetenweg physikalische und astronomische Prinzipien und Phänomene sinnlich erfahren werden. „Die Erlebnisstationen sind Experimentier- und Spielgeräte und Skulpturen zugleich“, heißt es auf der Internetseite der Sternwarte. Im Park sollen auch die Ergebnisse präsentiert werden, die mit den Schüler*innen aus internationalen Orientierungsklassen erarbeitet werden. Marieke Noordman und Andries Heuts möchten gerne mit Holzlatten arbeiten und hieraus mit Hilfe von Winkeln verschiedene Objekte bauen. Sie freuen sich schon besonders darauf, den Mädchen die Benutzung der Bohrmaschine zu zeigen. Kerstin Weber, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Kunsthalle Recklinghausen, begleitet das Projekt. 
Dr. Burkard Steinrücken, Institutsleitung der Sternwarte, steht dem Projekt sehr offen und neugierig gegenüber. Für ihn und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Marianne Langener ist es großartig, dass etwas Außergewöhnliches und Neues um die Sternwarte herum passiert und im Außen sichtbar wird.

 

 

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