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Sculpture 21st: Julian Opie

Lehmbruck Museum, Duisburg

Foto: © Julian Opie / VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Im Rahmen von "Sculpture 21st" zeigt das Lehmbruck Museum in seiner imposanten Glashalle die berühmten Walking Figures des britischen Künstlers Julian Opie. Sie korrespondieren mit der leuchtenden LED-Skulptur Sam, Amelia, Jeremy, Teresa. auf dem Vorplatz des Museums, die in Duisburg ihre Weltpremiere feiert. Die stetige, fließende Bewegung der "Runner", ihr unaufhörlicher Lauf um den quadratischen Sockel ist hypnotisch; er lässt uns innehalten in den Routinen des Alltäglichen.

"Die Werke Julian Opies zaubern uns ein Lächeln ins Gesicht. Sie verleihen unserer durch Medien und Werbung geprägten Bildwelt eine zeitgemäße menschliche Anmut," so Dr. Söke Dinkla, Direktorin des Lehmbruck Museums, über das Werk des Londoner Künstlers. Für das Lehmbruck Museum hat Opie speziell ein Ensemble geschaffen, das die Glashalle auf einzigartige Weise mit dem umgebenden Park verbindet.
"Ich habe mich für eine kleine, urbane Ansammlung von Metallstatuen auf dem podiumartigen Boden des Museumsraums entschieden, die ich mit einem vierseitigen Denkmal sich bewegender Figuren außerhalb der Glasfassade kombiniere. Die Sammlung konzentriert sich auf den Körper als Skulptur und ich hoffe, diese Tradition in der Bildsprache der modernen Stadt fortzusetzen." – Julian Opie
High waist shorts und Daisy print, zwei der sieben in der Glashalle ausgestellten, überlebensgroßen Metallstatuen werden in Duisburg zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Ihre klaren einfachen Formen, die an Cartoonfiguren erinnern, werden blitzschnell von den Passanten erfasst und prägen sich nachhaltig in unser Gedächtnis ein. Mit beispielloser Präzision der Linienführung und Farbgebung lenkt Opie unseren Blick auf die urbanen Phänomene unserer Zeit und findet eine einprägsame Gestaltung, um ihr Wesen zum Ausdruck zu bringen. Von Individualität beseelt, lassen sich in seinen Skulpturen Anzeichen von Anonymität und Hast – die typischen Großstadt-Symptome – ablesen. Sie spielen mit Bildern der urbanen Gesellschaft und halten ihr zugleich den Spiegel vor.

Opies Skulpturen und Installationen sind häufig im öffentlichen Raum anzutreffen, wo sie mit der Umgebung und den Menschen korrespondieren, Verbindungen eingehen. Ein ähnlicher Effekt stellt sich auch bei dem Ensemble ein, das Julian Opie für das Lehmbruck Museum entworfen hat: Durch die transparente Fassade der Glashalle wirken die Walking Figures in den öffentlichen Raum des umgebenden Parks hinein. Ihre Bewegung, das Durchschreiten der Glashalle, wird im Lauf von Amelia, Jeremy, Theresa, Sam. beschleunigt.

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