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LI YONGZHENG

YES, TODAY. ART AS A LIFE PRACTISE

Osthaus Museum Hagen , Hagen

LI YONGZHENG: Ohne Titel, 2021, Öl auf Leinwand, 150 x 200 cm © Li Yongzheng

Der 1971 in der Provinz Sichuan geborene Konzeptkünstler Li Yongzheng ist eine Ausnahmeerscheinung in der chinesischen Kunstszene. Er studierte Ölmalerei am Sichuan Fine Arts Institute, machte 1991 seinen Abschluss und graduierte dann 1994 am Department of Fine Arts der Southwest University (ehemals Southwest Normal University). Sein erster professionell künstlerischer Weg führte ihn zu Engagements im Bereich Werbung und Marketing. In den Jahren 1998 bis 2000 nahm er an Workshops am Institut für Soziologie der Universität Sichuan teil während er in Chengdu lebte und arbeitete.

Ausgehend von seinem großen Interesse an buddhistischer Philosophie und an abendländischer Erkenntnislehre entwickelte Li Yongzheng eine multimediale Kunst, die einerseits den soziologisch-gesellschaftlichen Umbau im Rahmen der letzten Jahrzehnte in China zum Thema hat, andererseits sich an internationaler Globalisierung und Urbanisierung und deren Folgen orientiert. Skulpturen, zeitbasierte Medien, Performance und Installation gehören zu den künstlerischen Kategorien Li Yongzhengs.

Das Osthaus Museum zeigt in Kooperation mit der Villa Friede in Bonn die erste Einzelausstellung von Li Yongzheng in Deutschland. Aus allen künstlerischen Bereichen werden Beispiele gezeigt, die eine sehr differenzierte Sicht auf das Werk dieses Künstlers werfen.

In zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen innerhalb und außerhalb Chinas wurden Li Yongzhengs Arbeiten gezeigt, darunter zuletzt in „Red Ruins, Absurd Realities: Artworks by Li Yongzheng“ im Kuandu Museum of Fine Arts, in der Taipei National University of the Arts, Taipei. Der Künstler lebt und arbeitet in Chengdu.

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