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INVENTUR – Ist im Keller noch Museum?

Kunstmuseum Bochum, Bochum

Foto: Heinrich Holtgreve, Ostkreuz

Von den mehr als 8000 Kunstwerken bis hin zum Mobiliar und Displays, die sich im Laufe der Zeit zusammen mit all den schönen oder sperrigen Dingen in den Depots angehäuft haben, kennt die Sammlung des Kunstmuseums Bochum viele Gesichter. Ihre Entstehung ist den Vorlieben, gesellschaftlichen Umständen und Zufällen der vergangenen Jahrzehnten geschuldet. Einige dieser Objekte „hinter den Kulissen“, haben ihre Namen verloren, andere wissen nicht wohin sie gehören oder aus welchen Teilen sie bestehen. Rund 100 Jahre nach der Gründung der ‚Städtischen Gemäldegalerie‘, der Vorläuferin des Museums, ist es Zeit für eine umfassende Inventur unserer Sammlung. Diese Bestandsaufnahme ist aber nicht nur eine praktische Notwendigkeit. Sie ist auch Anlass für unerwartete Begegnungen und Überraschungen, sowie Gelegenheit die bestehenden Ordnungssysteme zu hinterfragen.

Nicht zuletzt ermöglicht die Inventur auch den Besucher:innen und Nutzer:innen des Museums sowie den Bochumer Bürger:innen einen Einblick in die Vielfalt der Kunstsammlung und die Prozesse des Museums: Für die Inventur verlassen die Kunstwerke nämlich zwischenzeitlich ihre Depots, um sich im großzügigen Ausstellungsraum im ersten Stock des Kunstmuseums auszubreiten. Hier werden sich die Mitarbeiter:innen des Museums dieser Objekte annehmen, ihre Namen, Herkünfte und Bedeutungen ergründen und zugleich versuchen, neue Verbindungen und Beziehungen herzustellen. Dabei gibt es ganz sicher mehr zu erzählen, als es die verschiedenen Stimmen des Museumsteams leisten können. Wir möchten Sie, die Bürger:innen Bochums und der umliegenden Städte, die museumsinteressierten und diejenigen, die noch nicht im Kunstmuseum waren, dazu anregen, mit zu erzählen. Während der fünf Monate, in denen die Inventur halb-öffentlich, samt Restaurierung, Fotografie und Digitalisierung im Ausstellungsraum durchgeführt wird, sind Sie in verschiedenen Veranstaltungsformaten eingeladen, vorbeizukommen, zuzuschauen und, wenn Sie Lust haben, sich einzumischen.

Die Sammlung verstehen wir als Botschafterin der Vergangenheit und Gegenwart, das Museum als einen produktiven und wandelbaren Ort mit Werkstattcharakter, der von vielen geprägt wird. Gemeinsam wollen wir die Fäden aufspüren, die teilweise verloren gegangen sind und neue Narrative für die Zukunft finden.

Zur Eröffnung und Kostümparty „Das Grauen der Sammlung“ an Halloween, 31.10.2022, ab 19 Uhr laden wir herzlich ein!

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