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Auf den Spuren des Bauhauses

Kunstmuseum Gelsenkirchen, Gelsenkirchen

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Im Bauhausjahr begibt sich das Kunstmuseum Gelsenkirchen auf die Spuren der berühmten Reformschule und zeigt auch, welchen Einfluss die Bauhausästhetik auf Gelsenkirchens Stadtbild hat.

Im Grafikkabinett präsentiert das Museum Originale von Bauhausmeistern aus der eigenen Sammlung, darunter Werke von Moholy-Nagy, Paul Klee, Oskar Schlemmer und Lyonel Feininger. Begleitend dazu zeigen historische und aktuelle Fotografien bedeutende Gebäude des Neuen Bauens in Gelsenkirchen, die unmittelbar mit Ideen des Bauhauses verbunden sind.

Das Leitsystem des Hans-Sachs-Hauses, das von Max Burchartz entwickelt wurde, knüpft durch seine Funktionalität an den Reformgedanken des Neuen Bauens an. Die Siedlung Spinnstuhl in Hassel und die Vittinghoff-Siedlung in Schalke wurden nach den Ordnungsprinzipien moderner Formsprachen gebaut. Hier treffen klare Ästhetik und hohe Funktionalität aufeinander. Diese funktionale Ästhetik hatte ebenso den Anspruch, gesellschaftlich reformierend zu sein und so die immer stärkere Wohnungsnot der 1920er-Jahre zu bekämpfen. Auch die funktionale Herangehensweise des Architekten Fritz Schrupp an den Bau der Zeche Nordstern ist tief verwurzelt in den Ideen des Neuen Bauens und damit mit der modernen Herangehensweise des Bauhauses.

Der Einfluss des Neuen Bauens, der Neuen Sachlichkeit und des Bauhauses führte zu einer zunehmenden Rationalisierung und Demokratisierung der Architektur. Damit gingen ebenfalls ästhetische und auch sozialpolitische Veränderungen einher. Dass diese Gestaltungsideen nachhaltig wirkten und sich entfalteten, zeigen die Beispiele aus Gelsenkirchen.

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