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60 Jahre Freunde des Museums Ostwall

Museum Ostwall im Dortmunder U, Dortmund

© VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Seit 60 Jahren begleitet der Verein „Freunde des Museums Ostwall“ das MO. Seiner Unterstützung hat das Museum spektakuläre Ankäufe zu verdanken: Ein Gemälde Max Beckmanns zählt ebenso dazu wie eine Skulptur von Hans Arp oder knapp 500 Objekte und Dokumente aus der Fluxus-Sammlung von Wolfgang Feelisch. Eine Auswahl der Ankäufe zeigt noch bis zum 30. August die Ausstellung „60 Jahre Freunde des Museums Ostwall“ im Schaufenster des MO. Sie und eine dazugehörige Publikation geben einen Einblick in das Wirken des Vereins.

Der Verein „Freunde des Museums Ostwall“ ging 2001 aus der Stiftergesellschaft zur Förderung des Museums am Ostwall in Dortmund hervor. Die Stiftergesellschaft hatte sich 1960 gegründet, angeregt durch den Vorstand der Freunde Neuer Kunst. In den folgenden Jahrzehnten ermöglichten die Mitglieder gezielte Ankäufe. So gelang es ihnen 2015, ein Gemälde von Heinrich Nauen zurückzukaufen, das 1937 von den Nationalsozialisten beschlagnahmt worden war und später auf dem Kunstmarkt wieder auftauchte.

Seit den 1990er Jahren trieben die Freunde die Erforschung der informellen Kunst voran – finanziell, ideell, aber auch durch ihre wissenschaftliche Unterstützung. Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden in vier kenntnis- und materialreichen Bänden zur Kunst des Informel veröffentlicht. Stellvertretend hierfür steht ein farbintensives Gemälde Fred Thielers, das die Besucher*innen beim Eintritt in den Raum willkommen heißt. Das Gemälde wurde 2005 zum 100. Geburtstag der Gründungsdirektorin Leonie Reygers von den Freunden für das Museum erworben.

Einen wichtigen Platz nehmen auch die Arbeiten renommierter Fluxus-Künstler*innen ein, die in der von Natalie Calkozan kuratierten Ausstellung durch Werke von Milan Knížák, Robert Filliou und George Brecht vertreten sind. Ein weiterer Bereich widmet sich dem MO-Kunstpreis „Follow me Dada and Fluxus“, der seit 2014 von den Freunden des Museums Ostwall vergeben wird, um den Sammlungsschwerpunkt Fluxus zu stärken und zu erweitern.

Die ausgewählten Werke der Ausstellung verweisen somit einerseits auf die unterschiedlichen Förderungen der Freunde und zeigen andererseits die Vielfalt ihrer Schenkungen. Auch wenn es in der Ausstellung in erster Linie um die Kunstwerke geht, soll der Raum mehr sein als bloße Präsentationsfläche. Eine gemütliche Sitzecke mit Sofa und Sessel lädt die Besucher*innen dazu ein, sich wie bei Freunden einfach mal hinzusetzen, zu unterhalten oder die Kunst ganz in Ruhe auf sich wirken zu lassen.

Die Ausstellung wird im MO Schaufenster gezeigt, das über die Sammlungspräsentation zu erreichen ist.

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