Kunst & Kohle. Reichtum: Schwarz ist Gold

Lehmbruck Museum, Duisburg
3. Mai bis 7. Oktober 2018
David Hammons, Chasing the Blue Train, 1989-1991 © Künstler, Foto: Dirk Pauwels

 David Hammons, Chasing the Blue Train, 1989-1991 © Künstler, Foto: Dirk Pauwels

Der wertvolle Rohstoff Kohle ist Ursprung nicht nur des wirtschaftlichen und sozialen, sondern auch des kulturellen Wohlstands einer ganzen Region. Im Ruhrgebiet und auch in Duisburg hat die Kohlegewinnung einen wesentlichen Anteil am heutigen Reichtum der Kunstsammlungen der Museen.

Das Lehmbruck Museum setzt mit seiner Ausstellung „Reichtum. Schwarz ist Gold“ die Formel „Kohle bedeutet Reichtum“ in eine visuell erfahrbare Form um. Auf 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche erfolgt dies nicht etwa sozialhistorisch plakativ, sondern unter ästhetischen Gesichtspunkten, welche auf die Entwicklung der zeitgenössischen Installation bezogen werden. So entdeckte eine ganze Künstlergeneration die Kohle mit ihrer Materialität und haptischen Erscheinung für sich. Mit ihrem tiefen Schwarz sowie der mattfetten, unruhigen Oberfläche findet sie sich gerade in den sechziger und siebziger Jahren als Material in der Kunst wieder. Gleichsam löste man sich damit vom traditionellen Konzept der Skulptur – Begriffe wie Antiform, Arte Povera oder Materialästhetik versuchten, die neuen Formen zu fassen.

Es entwickelten sich unterschiedlichste künstlerische Konzepte, um die Kohle unmittelbar erfahrbar zu machen (Richard Serra, Bernard Venet), den Gegensatz von Eleganz und Rohheit bei ihrer industriellen Verarbeitung aufzuzeigen (Reiner Ruthenbeck, Robert Smithson) oder sie in einen erzählerischen Kontext zu rücken (David Hammons, Marcel Broodthears). Andere banden die Kohle in utopische Konzepte ein (ZERO-Gruppe: Otto Piene, Heinz Mack, Günther Uecker) und reflektierten die gesellschaftlichen Umstände ihrer Gewinnung in kritisch-poetischer Form (William Kentridge).

Auf die Ästhetik früherer Werke reagieren mittlerweile auch Künstler der jüngeren Generation, wie Katinka Bock, Peter Buggenhout, Lara Favaretto, Alicja Kwade oder Lucy Skaer. Der „verborgene“ Reichtum der historischen Arbeiten ist zudem Ausgangspunkt von Auftragsarbeiten an Jürgen Stollhans, Kalin Lindena und Frauke Dannert.

 

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47051 Duisburg
T +49 (0)203.28 33 294
www.lehmbruckmuseum.de

Öffnungszeiten

Di bis Fr, 12 - 17 Uhr
Sa und So, 11 - 17 Uhr

An den Donnerstagen der plastikBAR bleibt das gesamte Museum bis 21 Uhr geöffnet.

Eintrittspreise

9 €, ermäßigt 5 €
Familienkarte: 15 €
Kinder bis 14 Jahren in Begleitung von Angehörigen sowie Blinden- und Demenzbegleitung kostenlos
Jahreskarte: 35 €, ermäßigt 20 €

Führungen

Öffentliche Führung
Sonntags 11.30 Uhr
Gruppenführung
60 € – 90 €, zzgl. Eintritt
Information und Anmeldung unter
T +49 (0)203.28 32 195

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Anbindung ÖPNV

Das Lehmbruck Museum liegt im Zentrum der Stadt
im Kantpark (500 m vom Hauptbahnhof entfernt) und
ist mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln, die in der
Innenstadt verkehren, erreichbar.