Kunst & Kohle. Andreas Golinski: In den Tiefen der Erinnerung

Kunstmuseum Bochum
6. Mai bis 16. September 2018
Ausstellungsansicht Andreas Golinski. In den Tiefen der Erinnerung, Kunstmuseum Bochum, Foto: Achim Kukulies © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

 Ausstellungsansicht Andreas Golinski. In den Tiefen der Erinnerung, Kunstmuseum Bochum, Foto: Achim Kukulies © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Andreas Golinskis (1979) multimediale Rauminstallation basiert auf der subjektiven Vorstellung, was sich unter unserem Boden abspielen könnte. Es geht ihm um ein metaphorisches Durchdringen von Oberfläche, um ein Darunterliegendes zu erkennen. Mit Architekturfantasien von Giovanni Battista Piranesis, Walter Pichler und Alexander Brodsky sowie von ihm als Aufsichten gelesenen Werken von Kasimir Malewitsch, Pierre Soulages und Franceso Lo Savio tritt er in einen künstlerischen Dialog und zielt so auf eine Tiefe ergründende Betrachtung.

In der Golinski kennzeichnenden Widersprüchlichkeit seiner erzählerischen und zugleich abstrakten Kunst, verarbeitet er seine Recherchen über aufgegebene Industrieanlagen, über technische Zukunftsvisionen und unkalkulierbare Risiken, über Bergschäden an Häusern und Einbrüche ganzer Straßen. Das wiederkehrende, bedrohliche Bildmotiv des Risses im Boden steht für seine Betrachtungsweise.

Der Besucher wird in eine gewaltige Metallkonstruktion geleitet, die die Vorstellung einer (unterirdischen) Industrieanlage weckt. Im Inneren dieser begehbaren Skulptur trifft man auf eine Trümmerfläche aus Stahl- und Betonteilen, die wie eine archäologische Ausgrabungsstätte anmutet. Von dort gelangt man in eine, durch das Akropolismuseum in Athen inspirierte Ausstellungshalle mit „Grabungsfunden“. Andreas Golinski verleiht diesen vermeintlich aus einem zerstörten Funktionszusammenhang stammenden Metallteilen durch eine museale Präsentation auf Sockeln ästhetische Qualitäten. Vom Künstler beabsichtigt uneindeutig lässt sich die Installation als ein expressives Denkmal vom Ende des Kohleabbaus im Ruhrgebiet lesen. Letztlich handelt es sich aber um eine aktuelle Position von Gegenwartskulptur.

 

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E museum(at)bochum.de
www.kunstmuseumbochum.de

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Mi 10 – 20 Uhr
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Weitere Führungen auf Anfrage möglich.

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Dieses Museum ist barrierefrei.

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