Skulpturenmuseum Glaskasten Marl

Skulpturenmuseum Glaskasten Marl, Foto: Werner J. Hannappel

 Skulpturenmuseum Glaskasten Marl, Foto: Werner J. Hannappel

Erika Hock, Continental Shelf, 2011, Foto: Anne Pöhlmann

 Erika Hock, Continental Shelf, 2011, Foto: Anne Pöhlmann

Lange vor Gründung des Museums hat sich die Stadt Marl in ihrer Sammeltätigkeit auf die Skulptur – insbesondere die zeitgenössische – konzentriert. Der Grundstein für das Skulpturenmuseum Glaskasten wurde beim Bau der Marler Paracelsus-Klinik in den 1950er-Jahren gelegt – genauer: bei einem Kunst-am-Bau-Wettbewerb, aus dem Karl Hartung als Sieger hervorging. Die Stadt kam auf den Geschmack und schaffte in der Folgezeit erstrangige Werke für den öffentlichen Raum an.

1970 und 1972 fanden zwei bundesweit beachtete Ausstellungen unter dem Titel »Stadt und Skulptur« statt, die Marl nach einem kuratorischen Plan zum Kunstort weiterentwickelten. Früher noch als die große Skulpturenschau in Münster wurde das demokratische Projekt der Kunst im öffentlichen Raum in voller Breite umgesetzt – mitsamt kontroverser Diskussionen: So entbrannte 1979 ein heftiger Streit um eine Skulptur von Richard Serra. Heute noch ist eine andere Skulptur von ihm Teil des Stadtzentrums. Zum offiziellen Museumsgelände zählen weiterhin die Paracelsus-Klinik und der ehemalige Friedhof an der Sickingmühler Straße. Zu sehen sind an den genannten Orten dieses Freilichtmuseums rund 100 Großskulpturen, etwa die umgedrehte Eisenbahn »La Tortuga« von Wolf Vostell, die »Naturmaschine« von Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoff oder »Das ruhende Blatt« von Hans Arp.

Sammlung

1982 eröffnete im 50er-Jahre-Rathausbau der Architekten van den Broek und Bakema der »Glaskasten«, das Gravitätszentrum des Parcours mit seinen Skulpturen der Klassischen Moderne und der zeitgenössischen Kunst. Werke von Rudolf Belling, Alberto Giacometti und Henri Laurens sind hier permanent zu sehen. Außerdem bewahrt die Sammlung Lichtkunstarbeiten, darunter eine Farbraumkabine von James Turrell, sowie Klangkunstinstallationen.

Mit dem seit 1984 vergebenen Marler Video-Kunst-Preis – 2002 ergänzt durch den Deutschen Klangkunstpreis – wurde die Medienkunst zum zweiten Standbein des Museums. Das Programm des Museums ist davon geprägt, aber natürlich finden regelmäßig auch thematische Wechselausstellungen zur Skulptur und Einzelausstellungen wichtiger Bildhauer statt.

Wolf Vostell, Mit(h)ropa, 1974, © VG Bild-Kunst, Bonn 2013, Foto: Werner J. Hannappel

 Wolf Vostell, Mit(h)ropa, 1974, © VG Bild-Kunst, Bonn 2013, Foto: Werner J. Hannappel

Ausstellungen

Marler Medienkunst-Preise 2013, Ausstellungsansicht © Skulpturenmuseum Glaskasten Marl, Foto: Anne Pöhlmann

Skulptur im Foto – über die fotografische Dokumentation hinaus

Besucherinformationen

Kontakt

Creiler Platz, Rathaus
45768 Marl
T +49 (0)2365.99 22 57
www.skulpturenmuseum-glaskasten-marl.de

Öffnungszeiten

Di bis So 11 – 17 Uhr
Do 11 – 20 Uhr
Mo geschlossen

Eintrittspreise

Eintritt frei

Führungen

Öffentliche Führung
Durch aktuelle Wechselausstellungen
donnerstags und sonntags 16.30 Uhr
(außer 1. Donnerstag im Monat:
Führung durch den Skulpturenbestand
der Paracelsus-Klinik ab Kapelle der Klinik)

Service

Audioguide 2 €
Dieses Museum ist eingeschränkt barrierefrei.

Essen und Trinken

Mezzomar im Al Teatro

Ergänzende Tipps und Sehenswürdigkeiten für Ihren Aufenthalt in Marl finden Sie auch unter
www.ruhr-tourismus.de/marl

Karte

Anbindung ÖPNV

S-Bahn-Haltestelle »Marl Mitte«
ab Recklinghausen Hbf. mit SB-Linie 25
(und S 9 von Essen Hbf.)
10 Minuten Fußweg