Kunstmuseum Bochum

Außenansicht mit der Lichtinstallation »Skyline« von François Morellet, Foto: Presseamt der Stadt Bochum

 Außenansicht mit der Lichtinstallation »Skyline« von François Morellet, Foto: Presseamt der Stadt Bochum

Ausstellungsansicht »Frühe Fotos – Späte Schäden« mit Werken von Johannes Brus, © VG Bild-Kunst, Bonn 2013, Foto: Presseamt der Stadt Bochum

 Ausstellungsansicht »Frühe Fotos – Späte Schäden« mit Werken von Johannes Brus, © VG Bild-Kunst, Bonn 2013, Foto: Presseamt der Stadt Bochum

Rechts: Wandarbeit von Mogens Andersen, © VG Bild-Kunst, Bonn 2013, Foto: Presseamt der Stadt Bochum

 Rechts: Wandarbeit von Mogens Andersen, © VG Bild-Kunst, Bonn 2013, Foto: Presseamt der Stadt Bochum

Gründung
Gegründet wurde das Museum 1960 als Städtische Kunstgalerie für Kunst nach 1945, untergebracht in der historischen Villa Marckhoff. Gründungsdirektor Peter Leo wagte früh den Blick über den Eisernen Vorhang und sammelte neben den westeuropäischen Zeitgenossen, Kunst aus Polen, der Tschechoslowakei oder Jugoslawien. Nach einem Jahrzehnt war die Sammlung bereits auf Museumsformat angewachsen. Der zweite Direktor Peter Spielmann dehnte das zeitliche Spektrum auf internationale Kunst von 1900 bis in die Gegenwart aus und vertiefte den Blick in den Osten Europas.

Sammlung
Heute finden sich in der Sammlung Grafiken und Gemälde des tschechischen Symbolismus und Kubismus um 1900, zahlreiche bedeutende Papierarbeiten von Lovis Corinth und eine Folge von Zeichnungen Kasimir Malewitschs. Die wichtigsten deutschen Expressionisten sind mit Grafiken und Ölgemälden ebenso vertreten wie der Surrealismus und die Gruppe COBRA, herausragende Solitäre stammen von Francis Bacon, Frank Stella, Cy Twombly, Nam June Paik oder Richard Serra. Besonders geprägt ist die Museumssammlung weiterhin von deutscher Kunst der 1950er- bis 70er-Jahre, abstrakt und informell wie auch figurativ. Hervorzuheben ist ein großes Konvolut mit Werken von Willi Baumeister.

Erweiterungsbau
1983 entstand ein kubischer Erweiterungsbau der dänischen Architekten Bo und Wohlert, der seit 2010 von François Morellets blauer Lichtinstallation »Skyline« überstrahlt wird. In den vergangenen Jahren hat Museumsdirektor Hans Günter Golinski die Sammlung weiter internationalisiert: Kunst aus Mexiko, Chile, Israel, Korea oder China, die regionale und internationale Szene der 1960er- bis 80er-Jahre und Neue Medien stehen heute im Fokus. Golinski wünscht sich das Museum als besonderen, gesellschaftlich unangepassten Ort. Die Balance zwischen dem Lokalen und dem Globalen ist ihm ebenso wichtig wie das regelmäßige Anknüpfen an Wissenschaft, Religion und Geschichte, das sich immer wieder in interdisziplinären Ausstellungsprojekten niederschlägt.

Sammlung

Das 1960 gegründete Museum sammelt und präsentiert internationale Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Schwerpunkte der Sammlung sind tschechischer Symbolismus und Kubismus, osteuropäische Avantgarde um Kasimir Malewitsch, deutscher Expressionismus sowie internationale Tendenzen des Surrealismus. Bedeutende Werkkomplexe der COBRAKünstler und des deutschen Informel, unabhängige Kunst aus den ehemaligen Ostblockstaaten und herausragende Einzelwerke, z. B. von Francis Bacon oder Frank Stella, bilden das Profil dieser jungen Sammlung, die durch temporäre Ausstellungen zeitgenössischer Kunst ständig aktualisiert wird.

Weitere Werke aus der Sammlung finden Sie unter museumsplattform nrw.

Francis Bacon, Liegende Figur, 1958, © The Estate of Francis Bacon. All rights reserved/VG Bild-Kunst, Bonn 2013, Foto: Presseamt der Stadt Bochum

 Francis Bacon, Liegende Figur, 1958, © The Estate of Francis Bacon. All rights reserved/VG Bild-Kunst, Bonn 2013, Foto: Presseamt der Stadt Bochum

František Kupka, Le rêve (Der Traum), um 1909, © VG Bild-Kunst, Bonn 2013

 František Kupka, Le rêve (Der Traum), um 1909, © VG Bild-Kunst, Bonn 2013

Max Pechstein, Das Paar, 1921, © Pechstein Hamburg /Tökendorf/VG Bild-Kunst, Bonn 2013

 Max Pechstein, Das Paar, 1921, © Pechstein Hamburg /Tökendorf/VG Bild-Kunst, Bonn 2013

Ausstellungen

25. Juni bis 24. September 2017
Rupprecht Geiger. Farbe tanken

Justine Otto, Schwestern II, 2010 © Courtesy of Justine Otto, Foto: Philip Kistner, Schwelm

Rupprecht Geiger. Farbe tanken

Besucherinformationen

Kontakt

Kortumstraße 147
44787 Bochum
T +49 (0)234.91 04 230
E museum(at)bochum.de
www.kunstmuseumbochum.de

Öffnungszeiten

Di, Do bis So 10 – 17 Uhr
Mi 10 – 20 Uhr
Mo geschlossen

Eintrittspreise

5 €, ermäßigt 2,50 €
Kinder u. Jugendliche bis 14 Jahre: Eintritt frei
Familienkarte 10 €
Jeden ersten Mittwoch im Monat ist der Eintritt frei.

Führungen

Öffentliche Führung
Sonntags 15 Uhr
Weitere Führungen auf Anfrage möglich.

Service

Dieses Museum ist barrierefrei.

Essen und Trinken

Cafébar im Museum

Ergänzende Tipps und Sehenswürdigkeiten für Ihren Aufenthalt in Bochum finden Sie auch unter
www.ruhr-tourismus.de/bochum

Karte

Parken

Kostenfreie Museumsparkplätze in der Goethestraße.

Anbindung ÖPNV

Haltestelle »Bochum Kunstmuseum«
ab Bochum Hbf. mit z. B. Bus-Linie 353
(Richtung Castrop-Rauxel Münsterplatz)