Kunsthalle Recklinghausen

Außenansicht Kunsthalle Recklinghausen, Foto: Ferdinand Ullrich

 Außenansicht Kunsthalle Recklinghausen, Foto: Ferdinand Ullrich

Rauminstallation, Maik und Dirk Löbbert, Hoffnungsträger, 2010, © VG Bild-Kunst, Foto: Ferdinand Ullrich

 Rauminstallation, Maik und Dirk Löbbert, Hoffnungsträger, 2010, © VG Bild-Kunst, Foto: Ferdinand Ullrich

Ausstellungsansicht mit Skulpturen von Gereon Krebber und Drucken von Bogdan Hoffmann, Foto: Ferdinand Ullrich

 Ausstellungsansicht mit Skulpturen von Gereon Krebber und Drucken von Bogdan Hoffmann, Foto: Ferdinand Ullrich

Entstehung
Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs stand auch Recklinghausen vor einem absoluten Neubeginn aller Ausstellungs- und Sammlungstätigkeiten. Nach der Zerstörung des Vestischen Museums 1944 und vor allem infolge der Beschlagnahme moderner Kunst durch die nationalsozialistische Aktion »Entartete Kunst« klafften große Löcher in den städtischen Sammlungen. Schon 1947 lud der spätere Kunsthallendirektor Franz Große-Perdekamp Künstler des rheinisch-westfälischen Raums zu einer Ausstellung in einem leeren Kaufhaus ein. Um die an der Pionierschau beteiligten Künstler Gustav Deppe, Thomas Grochowiak, Emil Schumacher, Heinrich Siepmann, Hans Werdehausen und Ernst Hermanns entstand kurz darauf die Künstlergruppe »junger westen.« Dem Bund, dessen weitgehend gegenstandslose Bildsprache dem neuen Lebensgefühl der Industrieregion Ausdruck geben sollte, gehörten insgesamt 28 Maler, Grafiker und Bildhauer an.

Junger Westen
1948 stiftete die Stadt den Kunstpreis »junger westen« – zunächst vorbehalten als Auszeichnung im Rahmen der Jahresausstellungen der Gruppe und ihrer Gäste. Seit 1956 wird der Preis öffentlich ausgeschrieben. Preisträger waren unter vielen anderen Karl Otto Götz, Emil Schumacher, HAP Grieshaber, Horst Antes, Gerhard Richter, Peter Piller und Gereon Krebber. Die angekauften Werke der Preisträger bilden einen Sammlungsschwerpunkt der Kunsthalle, die bereits 1950 in einem ehemaligen Hochbunker schräg gegenüber dem Hauptbahnhof eingerichtet wurde. Für die symbolträchtige Idee, einen Bunker für Ausstellungszwecke auszubauen, hatten Franz Große-Perdekamp und Thomas Grochowiak geworben. Bis heute ist die Städtische Kunsthalle dort untergebracht, obwohl der Bunker zunächst nur als Provisorium gedacht war.

Das Gründungsmotiv für die Kunsthalle lag in der Ergänzung der ab 1947 jährlich veranstalteten Ruhrfestspiele Recklinghausen durch Kunstausstellungen. Auch darüber hinaus werden auf den drei Etagen des Hauses regelmäßig Schauen mit Nachkriegs- und Gegenwartskunst präsentiert. Außerdem fungiert die Kunsthalle als zentrale Ausstellungsplattform sämtlicher städtischer Museen.

Sammlung

Weitere Werke aus der Sammlung finden Sie unter museumsplattform nrw.

Stefan Kern, 3er-Sitz, 1995, Foto: Ferdinand Ullrich

 Stefan Kern, 3er-Sitz, 1995, Foto: Ferdinand Ullrich

Hartmut Neumann, Paradiesische Wonnen erleben I, 1983, Linolschnitt, 3-teilig, je 100 x 62, © VG Bild-Kunst, Kunsthalle Recklinghausen

 Hartmut Neumann, Paradiesische Wonnen erleben I, 1983, Linolschnitt, 3-teilig, je 100 x 62, © VG Bild-Kunst, Kunsthalle Recklinghausen

Gerhard Richter, Küchenstuhl, 1965, Öl auf Leinwand, Kunsthalle Recklinghausen

 Gerhard Richter, Küchenstuhl, 1965, Öl auf Leinwand, Kunsthalle Recklinghausen

Ausstellungen

3. Dezember 2017 bis 4. Februar 2018
Ausstellung zum Kunstpreis »junger westen 2017«

27. August bis 19. November 2017
Rosemarie Koczÿ

Ausstellung zum Kunstpreis »junger westen 2017«

Rosemarie Koczÿ

Besucherinformationen

Kontakt

Große-Perdekamp-Straße 25-27
45657 Recklinghausen
T +49 (0)2361.50 19 35
E info(at)kunst-re.de
www.kunst-re.de

Öffnungszeiten

Di bis So, Feiertage 11 – 18 Uhr
Mo geschlossen

Eintrittspreise

5 €, ermäßigt 2,50 €
Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre:
Eintritt frei
Gruppentarif ab 10 Pers., 2,50 €/ Pers.
Jeden Samstag »Pay what You want«

Führungen

Öffentliche Führung
Sonntags um 11 Uhr
Gruppenführung
Max. 20 Personen, 55 €

Service

Museumsshop
Dieses Museum ist barrierefrei.

Essen und Trinken

Cafébar im Museum

Ergänzende Tipps und Sehenswürdigkeiten für Ihren Aufenthalt in Recklinghausen finden Sie auch unter
www.ruhr-tourismus.de/recklinghausen

Karte

Parken

Kostenpflichtige Parkplätze in der Tiefgarage
unter dem zentralen Busbahnhof.

Anbindung ÖPNV

Haltestelle »Recklinghausen Hbf.«
Die Kunsthalle liegt direkt gegenüber
dem Hauptbahnhof.