Flottmann-Hallen Herne

Außenansicht Flottmann-Hallen, Foto: Frank Vinken

 Außenansicht Flottmann-Hallen, Foto: Frank Vinken

Ausstellungsansicht zur RuhrKunstSzene mit Werken u. a. von Freidrich Gräsel und Diethelm Koch, Foto: Frank Vinken

 Ausstellungsansicht zur RuhrKunstSzene mit Werken u. a. von Freidrich Gräsel und Diethelm Koch, Foto: Frank Vinken

 

Ein herausragendes Beispiel für die Umwidmung von Industrie- zu Kulturstandorten sind die Flottmann-Hallen in Herne. Früher wurden hier Bohrhämmer für den Bergbau gefertigt und vertrieben. Als die Flottmann-Werke Ende der 1980er-Jahre an den Stadtrand verlegt wurden, wurde ein Teil des Komplexes abgerissen. Die ursprünglich für den Versand, Schlosserei und Schmiede genutzte Halle blieb stehen; sie ist heute ein Zentrum für Theater, Sport, Musik und bildende Kunst. Die fünfschiffige, unter Denkmalschutz stehende Halle ist in ihrer Mischung aus Jugendstil und Neuer Sachlichkeit eine bauhistorische Rarität in Nordrhein-Westfalen. 600 Quadratmeter misst die Ausstellungshalle, deren Industriecharakter nach wie vor augenfällig ist. Die Dachkonstruktion wird von eisernen Stützen getragen, sie strukturieren den großen Ausstellungsraum. Großformatige Malerei und umfangreiche Skulpturen lassen sich hier ideal präsentieren.

Der 1986 eröffnete Ausstellungsbetrieb ist frei von thematischen Vorgaben. Er ist nicht an eine Sammlung gebunden, daher wird offen auf künstlerische Tendenzen reagiert, werden vorzugsweise junge, experimentierfreudige Künstler zu Solo- und Gruppenschauen herangezogen. Kooperationen mit Akademien und Kunsthochschulen fokussieren den offenen Blick auf aktuelle Strömungen. Der Schwerpunkt der kuratorischen Arbeit liegt auf solchen Projekten, die den Ausstellungsraum mit inszenieren. Schauen wie »Fabrik« von Max Scholz (2005/06) oder »Schlangenverstülper« von Georg Meissner (2007) schaffen immer wieder neue Impressionen des Innenraums. Seit 2004 werden auch Außenarbeiten installiert.

Sammlung

Im Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 ist der Skulpturenpark mit dem neu gestalteten Außengelände offiziell eröffnet worden – seitdem haben die Flottmann-Hallen eine eigene Sammlung von Skulpturen, die weiterhin wächst.

Zu sehen sind u.a. Werke von Herbert Hofer, Peter Schwickerath und Diethelm Koch.

Herbert Hofer, Drawing #1, 2010, Foto: Carsten Gliese, Köln

 Herbert Hofer, Drawing #1, 2010, Foto: Carsten Gliese, Köln

Peter Schwickerath, Stahlschnitt, 2004, Foto: Andreas Ren, Bochum

 Peter Schwickerath, Stahlschnitt, 2004, Foto: Andreas Ren, Bochum

Ausstellungen

1. April bis 28. Mai 2017
SKULPTUREN KONSTRUKTION >< ERZÄHLUNG

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Besucherinformationen

Kontakt

Straße des Bohrhammers 5
44625 Herne
T +49 (0)2323.16 29 56
www.flottmann-hallen.de

Öffnungszeiten

Di bis So 14 – 18 Uhr
An Veranstaltungstagen bis 20 Uhr
Mo geschlossen

Eintrittspreise

Eintritt frei

Führungen

Öffentliche Führungen
Jeden 1. Sonntag im Monat um 14 Uhr

Führungen für besondere Personengruppen
Informationen und Anmeldung unter:
T +49 (0)2323.16 29 56

Service

Dieses Museum ist barrierefrei.

Essen und Trinken

Flottmann-Kneipe am Museum

Ergänzende Tipps und Sehenswürdigkeiten für Ihren Aufenthalt in Herne finden Sie auch unter
www.ruhr-tourismus.de/herne

Karte

Parken

Kostenlose Parkmöglichkeiten vorhanden.

Anbindung ÖPNV

Haltestelle »Flottmann-Hallen«
ab Herne Bf. mit Bus-Linie 312
(Richtung Herne / Flottmann-Hallen)
Haltestelle »Berninghausstraße« / »Hölkeskampring«
ab Bochum oder Herne mit U-Bahn-Linie 35