70 Jahre „junger westen“

Ein Ausstellungsprojekt der Ruhr Kunst Museen zum Gründungsjubiläum der Künstlergruppe

 

Von Februar 2017 bis April 2018 erinnern sechs RuhrKunstMuseen in einer Folge von Ausstellungen und Veranstaltungen an die Künstlergruppe „junger westen“.


1947 formierte sich in Recklinghausen die Künstlergruppe „junger westen“; ein Jahr später, 1948, ließ sie sich als Verein eintragen. Anlässlich des 70-jährigen Jubiläums widmen sich 2017/18 sechs RuhrKunstMuseen in einer städteübergreifenden Ausstellungsreihe dem Wirken dieser Künstler. Nach 1945 bereiteten sie nicht nur im Ruhrgebiet den Weg für das Wiederaufleben der Moderne und ein freiheitliches und demokratisches Kunst- und Kulturleben.

Nach der Niederwerfung des NS-Regimes und dem Ende des Zweiten Weltkriegs
galten ihre Gründer als Hoffnungsträger für einen künstlerischen und moralisch-geistigen Neuanfang. Die Kerngruppe bildeten die Maler Gustav Deppe, Thomas Grochowiak, Emil Schumacher, Heinrich Siepmann und Hans Werdehausen sowie der Plastiker Ernst Hermanns. Im Austausch mit Gleichgesinnten und experimentellen Künstlern wie K. O. Götz oder Georg Meistermann fanden sie zu einer abstrahierenden und abstrakten Formensprache.

Soweit sich diese Gruppierung auch neuen westlichen Strömungen im geteilten Deutschland öffnete, so verbindend blieb zunächst das Bekenntnis zum Ruhrgebiet
und zu den konstruktiven Formen von Technik und Industrie.

Eng verknüpft ist die Erfolgsgeschichte des „jungen westen“ mit der Gründung der
Kunsthalle Recklinghausen und dem Wiederaufbau der öffentlichen Sammlungen. Über Jahrzehnte konnten die RuhrKunstMuseen reiche Bestände zum „jungen westen“ und zu einzelnen Künstlern zusammentragen. Die Kooperation der sechs Museen beinhaltet neben Ausstellungen auch Gespräche, Vorträge und Führungen. In diesem Rahmen öffnen die beteiligten RuhrKunstMuseen ihre Depots für selten gezeigte Werke.

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