Kunst & Kohle. Schwarz

Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum: Situation Kunst
4. Mai bis 16. September 2018
Miles Coolidge, Coal Seam, Bergwerk Prosper-Haniel 4, 2013 © Miles Coolidge

 Miles Coolidge, Coal Seam, Bergwerk Prosper-Haniel 4, 2013 © Miles Coolidge

Die Ausstellung „SCHWARZ der Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum, die im Museum unter Tage (MuT) zu sehen sein wird, richtet den Blick auf eine Farbe, die – zum Ende des Steinkohlebergbaus – auf die Schwärze von Kohle anspielt und zugleich weiterführend die Sichtbarkeit von Verborgenem sowie Dunkelheit in der Kunst seit den 1960er-Jahren bis heute thematisiert.

Kunstwerke zeichnen sich dadurch aus, dass sie Wahrnehmung reflektierbar machen und unterschiedliche Bedeutungsebenen verdichten. Das geschieht in besonders radikaler Weise in Werken, die ästhetischen Schein und Illusion konterkarieren. Theodor W. Adorno konstatierte in seiner „Ästhetischen Theorie“: „Radikale Kunst heute heißt soviel wie finstere, von der Grundfarbe schwarz. Viel zeitgenössische Produktion disqualifiziert sich dadurch, dass sie davon keine Notiz nimmt, etwa kindlich sich der Farben freut. Das Ideal des Schwarzen ist inhaltlich einer der tiefsten Impulse von Abstraktion.“

Die Ausstellung geht dieser Haltung nach: Künstler der Postminimal Art und der konkreten Kunst haben sich in den 1960er- und 1970er-Jahren der Wirklichkeit von Materialien und Erfahrungen im Hier und Jetzt gestellt und dabei auch Kohle oder Ruß verwandt. Richard Serra konterkariert mit tiefschwarzen Arbeiten illusionären Schein, Erich Reusch bezieht mit elektrostatischen Kuben Betrachter_innen ein. Und auch Bruce Nauman ruft mit schwarzer und weißer Theaterschminke die Frage nach Sichtbarkeit und Illusionismus auf. Seit den 1990er-Jahren haben sich Künstlerinnen und Künstler auf andere Weise mit Sichtbarkeit und Entzug, Dokumentation und Fiktionalisierung, und der Bedeutung von „Schwarz“ – auch im Kontext von Kunst und Kohle – auseinandergesetzt, so Miles Coolidge, Philipp Goldbach, Elisabeth Neudörfl und Susanne Weirich mit konzeptuellen Fotografien, Videos und Raum-installationen, die in der Ausstellung zu sehen sind.  

 

Zur Museumsseite

Zu den anderen Ausstellungen „Kunst & Kohle“

Weitere Ausstellungen

6. September 2017 bis 25. März 2018
Umbrüche: Industrie – Landschaft – Wandel

Seit November 2015 als ständige Sammlung im Museum unter Tage
Weltsichten – Landschaft in der Kunst seit dem 15. Jahrhundert

Umbrüche: Industrie – Landschaft – Wandel

Weltsichten – Landschaft in der Kunst seit dem 15. Jahrhundert

Besucherinformationen

Kontakt

Nevelstraße 29 c / Schlossstraße 13
44795 Bochum
T +49 (0)234.29 88 901
E info(at)situation-kunst.de
www.situation-kunst.de

Öffnungszeiten

Mi bis Fr 14 – 18 Uhr
Sa, So, Feiertage 12 – 18 Uhr
Mo und Di geschlossen

Eintrittspreise

Eintritt Situation Kunst frei

Eintritt Wechselausstellungen im Museum unter Tage
5 €, ermäßigt 3 €

Eintritt in die Dauerausstellung Weltsichten im Museum unter Tage
5 €, ermäßigt 3 €

Kombiticket Wechselausstellung und Dauerausstellung Weltsichten
8 €, ermäßigt 5 €

Führungen

Öffentliche Führung (Sammlung)
Jeden 1. und 3. Sonntag im Monat um
16 Uhr, 3 € / Person zzgl. Eintritt
Gruppenführung
Information und Anmeldung unter
T +49 (0)234.29 88 901

Service

Museumsshop
Dieses Museum ist eingeschränkt barrierefrei.

Essen und Trinken

Bistro im KUBUS

Ergänzende Tipps und Sehenswürdigkeiten für Ihren Aufenthalt in Bochum finden Sie auch unter
www.ruhr-tourismus.de/bochum

Karte

Parken

Hauseigene Parkplätze stehen zur Verfügung.

Anbindung ÖPNV

Haltestelle »Haus Weitmar«
ab Bochum Hbf. mit der U-Bahn-Linie 308 oder 318
(Richtung Hattingen oder Dahlhausen),
7 Minuten Fußweg durch den Park