Bruchstücke eines Traums. Arbeiten des „jungen westen“ auf Papier

Kunstmuseum Gelsenkirchen
2. Mai bis 9. Juli 2017
Hubert Berke, Bruchstücke eines Traums, 1946, Kunstmuseum Gelsenkirchen

 Hubert Berke, Bruchstücke eines Traums, 1946, Kunstmuseum Gelsenkirchen

Das Kunstmuseum Gelsenkirchen widmet sich den Grafiken des „jungen westen“ – Hubert Berkes Kreidezeichnung Bruchstücke eines Traums steht exemplarisch für eben jene Suche nach Anknüpfungspunkten in der Vorkriegsmoderne, dem noch nahen Schock des Zweiten Weltkriegs und der beginnenden Suche nach neuen Ausdrucksformen. Die ganz eigene Formensprache der Künstler tritt dabei auch in den Grafiken deutlich hervor. Emil Schumacher experimentierte in der Zeit des „jungen westen“ mit Stillleben und Industrielandschaften. In seinen Lithographien wird seine Maxime der Erdverbundenheit dabei sehr deutlich. Thomas Grochowiak zeigt die Spannung zwischen Aktivität und ruhenden Formen, die in Einklang gebracht werden sollen. Heinrich Siepmann interpretiert auch in der Grafik die konstruktivistische Position neu. Währenddessen bleiben die Industrielandschaften als Symbol der neuen Lebenswirklichkeit zentrale Motive im Werk Gustav Deppes. K. O. Götz, der neben dem „jungen westen“ auch COBRA angehörte, setzt sich in seinen Arbeiten vor 1960 noch mit archetypischen, amorphen Figuren auseinander, bevor er später, ähnlich wie Hann Trier und K. R. H. Sonderborg energetisch, gestische Strukturen produziert.
Allen Grafiken der Ausstellung ist das Spiel mit Abstraktion und Gegenstand sowie die Suche nach einer eigenen Formensprache gemein. Die Werke zeigen dabei, wie unterschiedlich die künstlerische Praxis der Gruppe und deren Suche nach dem Anschluss an die Moderne war.

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www.kunstmuseum-gelsenkirchen.de

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14-tägig sonntags 15 Uhr
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Information und Anmeldung unter
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Dieses Museum ist eingeschränkt barrierefrei.

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VITALI - Restaurant imHaus Rohmann"

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