Arwed Messmer. RAF – No Evidence / Kein Beweis

Museum Folkwang, Essen
9. Juni bis 3. September 2017
Arwed Messmer, Andreas Baader am Rathaus Berlin-Schönberg/Martin-Luther Str., 9. August 1967 © Arwed Messmer unter Verwendung eines Negativs der Polizeihistorischen Sammlung Berlin

 Arwed Messmer, Andreas Baader am Rathaus Berlin-Schönberg/Martin-Luther Str., 9. August 1967 © Arwed Messmer unter Verwendung eines Negativs der Polizeihistorischen Sammlung Berlin

Über die Rote Armee Fraktion und den Deutschen Herbst 1977 ist aus journalistischer, historischer, literarischer und filmischer Perspektive viel geschrieben und erzählt worden. Der Fotograf und Bildarchäologe Arwed Messmer widmet sich in seiner neuen Arbeit aus fotografischer Sicht diesem Kapitel der bundesdeutschen Geschichte.

Die damalige gesellschaftliche Debatte über die Studentenproteste 1967 und die spätere terroristische Abspaltung wurde erbittert in den Medien geführt. Von der Roten Armee Fraktion existiert eine Vielzahl von Bildern, doch nur einige wenige sind in Erinnerung geblieben. Kannte die Generation der 1970er Jahre noch die Aufnahme des toten Holger Meins oder die 1978 im Stern veröffentlichten Fotografien der „Todesnacht“ in Stammheim, so denkt man heute eher an die Raster der Fahndungsplakate oder an das Videostill und die Polaroid-Aufnahmen des von der RAF entführten Hanns-Martin Schleyer im sogenannten Volksgefängnis. Diese Bilder gehören zum kollektiven Gedächtnis der Deutschen. Doch mit der Konzentration auf einige wenige Bilder, geht auch eine Verarmung historischer Zeugenschaft einher.

Arwed Messmers Ausgangspunkt sind die bisher unbeachtet gebliebenen unterschiedlichen Aufnahmen von Polizeifotografen – Fotos von Demonstrationen, Tatortbilder und erkennungs-dienstliche Aufnahmen –, die er in verschiedenen staatlichen Archiven gesichtet hat. Messmer stellt die Frage, wie diese ehemalige kriminalistische Spurensuche heute als künstlerische Recherche produktiv werden kann – im Sinne einer anderen Erkenntnis dieser Zeit.


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